Sieg unter Schmerzen: Der Affe holt den "Masked Dancer"-Pott!

·Lesedauer: 5 Min.
Da ist das Ding! Der Affe gewann "The Masked Dancer". (Bild: ProSieben/Willi Weber )
Da ist das Ding! Der Affe gewann "The Masked Dancer". (Bild: ProSieben/Willi Weber )

Was für ein tierisches Finale. Am Ende von "The Masked Dancer" (ProSieben) war ein Affe platt wie eine Flunder. Aber glücklich. Dieser Promi gewann im Kostüm des Primaten den Tanz-Maskenball und setzte sich im furiosen Showdown gegen das Zottelwesen, den Buntstift und die Maus durch - und bezahlte den Sieg mit Schmerzen.

"Das kann doch nicht sein, dass das heute die letzte Show ist." Alexander Klaws, Ex-DSDS-Sieger, als "Mülli Müller" zudem amtierender "The Masked Singer"-Champion und neben Steven Gätjen Stammrater bei "The Masked Dancer", war nicht der Einzige, den Wehmut packte. Beinahe unglaublich, aber leider schon wahr: Im Finale traten vier verbliebene Masken um den formschönen goldglitzernden Maskenpokal an. Und der Affe, der Buntstift, die Maus und das Zottel boten den Fans ganz großes Spektakel. Ein echtes finale furioso.

Am Ende setzte sich der Primat verdientermaßen durch. Und gab sich als Oliver Petszokat, bei seinen Fans als Oli P. geliebt, zu erkennen. Nachdem er im ersten Duell dank der Votingstimmen der ProSieben-App-User die Maus ausgeschaltet hatte, tanzte er im Finale das Fantasiewesen Zottel nieder. Das hatte sich etwas überraschend in der ersten Finalrunde gegen den eleganten Buntstift durchgesetzt. Der Sieg war allerdings mit Schmerzen erkauft: "Ich habe eine Liste gemacht, von allem, was kaputtgegangen ist. Vor drei Tagen ist eine Muskelfaser im rechten Unterarm gerissen", verriet der demolierte Affe.

Neben dem Affen kämpften (von links) die Maus, das Zottel und der Buntstift um den Siegerpokal im Tanzwettbewerb. (Bild: ProSieben/Willi Weber )
Neben dem Affen kämpften (von links) die Maus, das Zottel und der Buntstift um den Siegerpokal im Tanzwettbewerb. (Bild: ProSieben/Willi Weber )

Marlene Lufen zottelt als Zottel auf Platz zwei

Oli P. war der Affe. Moderatorin Marlene Lufen (SAT.1-Frühstücksfernsehen, Promi Big Brother) steckte im Zottel-Kostüm. Der Buntstift war Schauspieler Timur Bartels ("Club der roten Bänder") und unter der Mausmaske kam Schauspielerin Wolke Hegenbarth ("Mein Leben & ich") zum Vorschein.

In drei Fällen waren sich Ratecrew - Gast Yvonne Catterfeld (als Gans Siegerin der "The Masked Singer"-Weihnachtsshow) unterstützte Gätjen und Klaws -, App-Nutzer und Fans in den Social-Media-Kanälen einig. Nur beim Buntstift herrschte noch ein Rest von Zweifel. Hätte ja auch ESC-Ikone Conchita Wurst (Catterfelds Tipp) oder Dschungelkönig Prince Damien (Favorit der App-User) sein können.

Letztlich waren die Promis unter den Masken allerdings keine allzu große Überraschung mehr. Und bei näherem Hinsehen ist's auch nicht überraschend, dass sie ins Finale vorstießen. Zwar kokettierte zum Beispiel Timur Bartels damit, dass "Tanzen überhaupt nicht mein Ding" sei und er deshalb "extra später" zum Abiball gegangen ist, damit er da nicht tanzen müsse. Trotzdem war er 2019 Teilnehmer bei "Dancing On Ice", ist also zumindest kein Körperclown. Und Oli P. (43) stöhnte zwar, dass er "viel zu platt zum Jubeln" und dass das alles "was für 20- bis 25-Jährige und nicht für Mittvierziger" sei - andererseits war er bis zum 18. Lebensjahr Turniertänzer. Was ihn immerhin die Teilnahme an "Let's Dance" kostete - da sind "Profis" als Kandidaten verboten.

Die Ratecrew kam kaum zum Sitzen: Steven Gätjen (links), Yvonne Catterfeld und Alexander Klaws spendeten permanent Standing Ovations. (Bild: ProSieben/Willi Weber )
Die Ratecrew kam kaum zum Sitzen: Steven Gätjen (links), Yvonne Catterfeld und Alexander Klaws spendeten permanent Standing Ovations. (Bild: ProSieben/Willi Weber )

Axel Schulz der war einzige ohne Tanzerfahrung

Bei "The Masked Dancer" nicht. Andernfalls hätte wohl auch Lufen ("Ich habe zehn Jahre lang Jazztanz gemacht und heimlich immer auf eine TV-Tanzshow gehofft.") nicht teilnehmen dürfen. Und Wolke Hegenbarth ist auch kein tänzerisch unbeschriebenes Blatt: Sie wurde 2006 Zweite der ersten Staffel von "Let's Dance" und erreichte 2007 beim "Eurovision Dance Contest" den achten Platz.

Weil Ute Lemper (Glühwürmchen) als Musical-Star tänzerische Erfahrung hat und Eloy de Jong (Maximum Power) als ehemaliges Boygroup-Member auch heute noch Dance-Choreos abrufen kann, wenn man ihn nachts um drei weckt, war das Schäfchen (Axel Schulz) der einzige Nichttänzer im Teilnehmerfeld der ersten Staffel. Tänzeln im Boxring zählt da mal nicht. Vielleicht kann man da für die Staffel zwei noch ein paar weniger tanzerfahrene Promis gewinnen.

Sofern es denn eine zweite Staffel geben wird. Die Quoten entsprachen nicht so ganz den Leistungen, die diese Show präsentierte. Und da geht's nicht nur um die Kandidaten. "Das Team hinter dieser Show ist das beste der Welt", lobte Oli P., "was Coaches, Kostümbildner, Tänzer, die ganze Mannschaft bieten, ist sensationell." Das ist auf den Punkt formuliert, Herr Affe!

Tierischer Show-Opener: Der Affe bot zu Michael Jacksons "Thriller" eine umjubelte Performance. (Bild: ProSieben/Willi Weber )
Tierischer Show-Opener: Der Affe bot zu Michael Jacksons "Thriller" eine umjubelte Performance. (Bild: ProSieben/Willi Weber )

Opdenhövel der "Frodo unter den Moderatoren"?

Es war ein spektakuläres Finale. Die Tanzdarbietungen waren zum Teil extraordinär. Der Affe tanzte zu "Thriller" von Michael Jackson und "Despacito" von Luis Fonsi. Der Buntstift bot eine "Las Vegas"-Show. Das Zottel ging in den Hand-, die wilde Maus sogar in den Kopfstand. Nach dem lateinamerikanischen Feuerwerk, das der Affe im Showdown zündete, tönten "Zugabe, Zugabe"-Rufe durchs Studio.

Von der Partystimmung ließen sich auch die Ratecrew und Moderator Matthias Opdenhövel anstecken und alberten reichlich. Weil Opdenhövel immer neben den Maskierten auf der Bühne steht, wird er ja als Gradmesser für die vermutete Körpergröße des unbekannten Promis hergenommen. Da wird Opdenhövel schon mal nachgesagt, dass er "1,20 Meter" groß sei. Gätjen formulierte es diesmal noch schöner: "Matthias ist der Frodo unter den deutschen Moderatoren." Opdenhövel trocken: "Ja, sogar Bernhard Hoëcker ist vier Köpfe größer als ich."

Erst Yoga-Kopfstand, dann Bollywood-Klänge: Die Maus gab alles. (Bild: ProSieben/Willi Weber )
Erst Yoga-Kopfstand, dann Bollywood-Klänge: Die Maus gab alles. (Bild: ProSieben/Willi Weber )

Schicke Idee: Kommt Jogi Löw zur zweiten Staffel?

Anderes sehr schönes Beispiel: Nach dem allerletzten Tanz stellten sich die Finalisten einer kurzen "Pressekonferenz", wichen dort aber (natürlich) den Fragen der Ratenden schlagfertig aus. Das führte zu Gefrotzel. Klaws monierte, dass das Zottel "wie Fußballer um den heißen Brei herum" rede. Der Gedanke wurde postwendend weitergesponnen: "Ich sag dir was, das ist der tanzende Jogi Löw! Von der Frisur kommt's hin."

Schön. Wäre schade, wenn das Format keine zweite Chance bekäme. Vielleicht ist ja jetzt auch der Ehrgeiz des Ex-Fußball-Nationaltrainers geweckt. Zeit genug hätte er ja.

Affe schlug Maus, die sofort demaskiert wurde: Schauspielerin Wolke Hegenbarth war die Nagerin. (Bild: ProSieben/Willi Weber )
Affe schlug Maus, die sofort demaskiert wurde: Schauspielerin Wolke Hegenbarth war die Nagerin. (Bild: ProSieben/Willi Weber )
Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.