Siemens-Chef weist Schuldzuweisungen wegen ICE-Auslieferungen zurück

Frankfurt/Main (dapd). Siemens-Vorstandschef Peter Löscher wehrt sich gegen Vorwürfe, wegen Lieferproblemen bei neuen ICE-Zügen für Engpässe im Winterfahrplan der Deutschen Bahn mit verantwortlich zu sein.

"Wir lassen niemanden im Stich! Unseren Kunden Deutsche Bahn nicht und auch nicht deren Fahrgäste", sagte Löscher der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". 100 Service-Techniker von Siemens stünden jetzt im Winter "jederzeit bereit, um Probleme der ICE-Flotte jederzeit beheben zu können".

Den Ärger der Bahn über die Lieferverzögerungen könne er verstehen, sagte Löscher. Als Hauptgrund nannte er die komplizierten Zulassungsverfahren für Züge in Deutschland. Bei Autos und Flugzeugen gälten einfachere Verfahren. "Hier liegt eine entscheidende Ursache für Unsicherheiten und Verzögerungen", sagte er.

Siemens hatte Ende November mitgeteilt, dass sich die für Anfang Dezember geplante Auslieferung von acht ICE-Zügen vom Typ Velaro an die Bahn um mindestens zwei Monate verzögere. Als Grund nannte der Konzern Softwareprobleme.

dapd

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