Michael Patrick Kelly bei Duett-Folge von "Sing meinen Song": "Sorry, wenn ich euch schockiert habe"

Nadine Wenzlick

In der vorletzten Folge von "Sing meinen Song" zerschmetterte Michael Patrick Kelly eine Gitarre. In der Duett-Folge zum Abschluss der siebten Staffel kam er nochmal darauf zu sprechen.

An sieben emotionalen Abenden interpretierten Gastgeber Michael Patrick Kelly, Max Giesinger, LEA, MoTrip, Nico Santos, Jan Plewka und Ilse DeLange in der VOX-Show "Sing meinen Song" ihre Songs neu. Zum Abschluss gab es nun die Duett-Folge, in der die Künstler nicht nur gemeinsam ans Mikrofon traten, sondern auch auf die emotionalsten Momente der vergangenen Staffel zurückblickten. Dazu gehörte natürlich auch Michael Patrick Kellys Zerstörung einer Gitarre in der fünften Folge.

Zum großen Finale wagten die Musiker noch mal Neues. Als LEA und Jan Plewka den Abend mit dem Stück "Monster" eröffneten, färbte Plewkas rockiger Sound direkt auf LEA ab - weshalb Nico Santos ihr spontan den Spitznamen Rammstein-LEA verpasste. Jan Plewka derweil versuchte sich bei "Von Ewigkeit zu Ewigkeit" im Duett mit MoTrip am Sprechgesang. "Wir haben einen neuen Rapper hier", staunte Max Giesinger. Das neue Rap-Pseudonym des Selig-Frontmannes: MC Plewka.

Max Giesinger verpasst Einsatz

Mutig war auch der Auftritt von Max Giesinger und MoTrip: Sie performten "So wie du bist" - ohne den Song je geprobt zu haben. "Max war am Schlafen und ich war im Gym. Wir haben telepathisch geprobt", erklärte MoTrip. Ob das gut ging? Gerade eben so. Nachdem Giesinger am Anfang für einen Lachanfall bei seinen Kollegen sorgte, weil seine Gitarre nicht an war, brachten die beiden das Stück doch noch heil über die Bühne. Weniger glimpflich lief es bei Giesingers "Für immer"-Duett mit LEA: Bei der zweiten Strophe verpasste Giesinger glatt seinen Einstieg. "Ich wusste nicht, wie lang die Pause ist", entschuldigte er sich. "Da ist keine Pause", so LEA.

Vielleicht war Giesinger emotional einfach durch den Wind. Kurz zuvor hatte Michael Patrick Kelly ihm schließlich unter die Nase gerieben, wie ihm bei MoTrips Version von "80 Millionen" die Tränen über die Wange gekullert waren. "Ich habe mich noch nie so weinen sehen. Das schweißt einen krass zusammen", sagte er. "Ich traue mich sonst nur vor meinen besten Freunden zu heulen oder vor meiner Familie. Das wird man einfach nicht vergessen." Giesinger war allerdings bei weitem nicht der einzige, der in dieser Staffel nah am Wasser gebaut hatte. "Ich bin gar kein sensibler Typ, ich weine eigentlich kaum", sagte Nico Santos. "Hier habe ich das Gefühl, ich heule die ganze Zeit pausenlos ohne Unterbrechung."

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“Sorry, wenn ich euch schockiert habe”

Für LEA derweil sei ihre Folge gewesen, als sei sie in "einen Endorphintopf gefallen", und MoTrip nannte es "die krasseste Therapiestunde, die ich mir jemals gegeben habe", aber in einem positiven Sinne. "Ich kam mit so einer Angst hierher. Verkack nicht. Sei nicht der, der immer schief singt oder von der Bühne stolpert. Ernsthaft", sagte er. Die Teilnahme an der Show habe ihm eine neue Sicherheit gegeben. "Künstler wie euch zu sehen, die darin viel finden und mir wiedergeben, das fühlt sich einfach gut an und bestätigt ein bisschen, was man tut." Kein Wunder: Keiner räumte die Kokosnuss-Kalimba für den Song des Abends öfter ab als MoTrip.

Nicht fehlen durfte beim Rückblick natürlich auch Michael Patrick Kellys Performance des Selig-Songs "Feuer und Wasser". "Du warst entsetzt, oder Jan?", wollte Kelly wissen - denn am Ende des Songs hatte Kelly eine Gitarre zerschmettert. "Ich hatte doch gerade vorher gesagt, lass uns die Welt fühlend sehen", stammelte Plewka. "Aber das ist doch das, was wir miteinander und der Welt tun. Das sagt dein Song aus und das wollte ich damit betonen", erklärte Kelly und schickte eine Entschuldigung hinterher: "Sorry, wenn ich euch schockiert habe. Aber das war keine handgemachte Gitarre. Die 64 Euro kriegen wir durch eine Versteigerung wieder rein. Sogar viel mehr. Und dann setzen wir das für deine Organisation ein."

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Mit dem Plan war Plewka mehr als selig. Zum Ende gab es dann noch ein Duett, das als Versprechen verstanden werden darf: Nico Santos und Jan Plewka sangen "Wir werden uns wiedersehen". Wer Michael Patrick Kelly, Max Giesinger, LEA, MoTrip, Nico Santos, Jan Plewka und Ilse DeLange jetzt schon vermisst: Im Februar 2021 sind sie bei vier Live-Konzerten gemeinsam auf der Bühne zu erleben.

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