Nach Skandalen: Ministerium will externe Berater für die Bundeswehr

Die Opposition fordert härtere Maßnahmen.

Die Bundeswehr hat sich bei der Beschaffung neuer Rüstungsgüter in der Vergangenheit nicht mit Ruhm bekleckert. Sowohl das Standardgewehr G36, als auch die Drohne Eurohawk und das Transportflugzeug A400M haben den deutschen Steuerzahlern Milliarden gekostet, die Erwartungen aber nicht erfüllt – ein Skandal.

Um solche Peinlichkeiten in Zukunft zu vermeiden, will das Verteidigungsministerium externe Berater einstellen. Rund 100 Millionen Euro sollen dafür investiert werden, das entspricht etwa 200 Vollzeitstellen und übersteigt alles, was es an Beraterleistungen im Rüstungsbereich bislang gegeben hat.

Beratungsfirmen haben Beziehungen zur Rüstungsindustrie

„Das birgt mehr Risiken als potentiellen Gewinn“, sagte Ottfried Nassauer, Rüstungsexperte vom Berliner Informationszentrum für Transatlantische Sicherheit (Bits), dieser Zeitung. Laut ARD-Magazin „Monitor“ gehören zu den angedachten Beraterfirmen nämlich auch die drei Branchengrößen EY, Pricewaterhouse Coopers und KPMG. Alle drei Beratungsfirmen unterhalten auch lukrative Geschäftsbeziehungen zur Rüstungsindustrie.

Allein mit den zehn größten deutschen Rüstungskonzernen habe die Branche seit 2010 Verträge für Testierung und Beratung in einem Volumen von mehr als 250 Millionen Euro geschlossen, berichtet der Westdeutsche Rundfunk. Die Projekte genau dieser Firmen...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

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