Skispringen: Freitag starke Zweite in Zao

Skispringerin Selina Freitag hat zum Abschluss der Japan-Tour ihren ersten Weltcupsieg nur um Zentimeter verpasst. Die 21-Jährige aus Aue landete im Schneegestöber von Zao knapp hinter Weltcup-Spitzenreiterin Eva Pinkelnig aus Österreich auf Rang zwei, durfte sich aber über das beste Ergebnis ihrer Karriere freuen. Die Olympia-Zweite Katharina Althaus rundete als Siebte das gute DSV-Ergebnis ab.

"Ich bin einfach nur richtig, richtig glücklich. Schade, dass es so knapp war bis auf die eins. Aber man muss ja nicht gleich alles verspielen", sagte Freitag. Auch ihr Bruder, der vor einem Jahr zurückgetretene Ex-Weltmeister Richard Freitag, jubelte mit. "Gratuliere Schwesterherz. Is dat geil oder was?", schrieb der 31-Jährige bei Instagram.

Freitag lag nach einem Sprung auf die Tagesbestweite von 98,5 m schon zur Halbzeit auf Rang zwei, im zweiten Durchgang legte sie noch einmal 98,0 m nach. Zu Pinkelnig (96,0 und 98,5 m) fehlten ihr am Ende nur 1,3 Punkte oder umgerechnet 65 Zentimeter. "Das war ganz knapp am Sieg vorbei, aber zweiter Platz ist sensationell", sagte Bundestrainer Maximilian Mechler. Anne Odine Ström (Norwegen) lag auf Rang drei bereits deutlich zurück.

Gemeinsam waren Freitag und Althaus am Samstag im ersten Super-Team-Wettbewerb der Weltcup-Geschichte ebenfalls auf das Podest geflogen. Das DSV-Duo sammelte in sechs Sprüngen 581,8 Punkte und holte Rang drei. Der Sieg ging überlegen an Österreich mit Pinkelnig und Chiara Kreuzer (624,6) vor Norwegen (589,3).

In dem neuen Format, das am 11. Februar auch bei den Männern getestet wird, bilden je zwei Athletinnen einer Nation eine Mannschaft. Der neue Duo-Wettkampf soll vor allem kleineren Nationen entgegenkommen, die kein klassisches Vierer-Team stellen können. Am Start waren immerhin zwölf Länder, vier mehr als beim letzten Mannschaftsspringen im Februar 2022.

Im Gesamtweltcup baute Pinkelnig mit 1016 Punkten ihre Führung vor Althaus (753) aus. Freitag (509) ist Sechste.