Skisprung-Oldie Kasai bei Comeback ohne Chance

Skisprung-Oldie Noriaki Kasai ist an seinem Comeback-Wochenende im zweitklassigen Continental Cup chancenlos geblieben. Der 50-Jährige verpasste in seiner japanischen Heimat Sapporo auf den Rängen 37 und 34 zweimal den zweiten Durchgang, beim dritten Wettkampf am Sonntag war er nicht mehr am Start.

Für Kasai war es der erste Auftritt seit Dezember 2020 im Continental Cup. Anschließend war er noch an zwei Wochenenden im drittklassigen FIS-Cup gesprungen, zuletzt im März 2022. Sein letztes von bislang 569 Weltcupspringen hatte er im Februar 2020 ebenfalls in Sapporo absolviert.

Die deutschen Springer erlebten ein turbulentes Wochenende: Fünf der sechs angereisten DSV-Adler konnten am Samstag zunächst nicht springen, weil das Material nicht rechtzeitig angekommen war. In den zwei Wettkämpfen am Sonntag lief es dann besser, vor allem Martin Hamann überzeugte mit zwei vierten Plätzen. Im Continental Cup wird über die Anzahl der Startplätze im Weltcup entschieden, derzeit stehen Deutschland sechs der möglichen sieben zur Verfügung.

Kasai hatte gehofft, sich in der 2. Liga einen Weltcup-Startplatz für das kommende Wochenende zu sichern, wenn Japan ebenfalls in Sapporo auch eine nationale Gruppe einsetzen darf. In dieser Form dürfte er aber keine Chance haben - auf der Okurayama-Schanze war er nur neunt-, dann siebtbester Japaner.

Kasai hatte 2018 als erster Wintersportler zum achten Mal an Olympischen Spielen teilgenommen, für Peking 2022 hatte er sich nicht qualifiziert. Ans Aufhören denkt er dennoch nicht.