Slipknot-Mitgründer Joey Jordison im Alter von 46 gestorben

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Joey Jordison am Schlagzeug

Joey Jordison, der Mitgründer der Band Slipknot, ist im Alter von 46 Jahren gestorben. Er sei "friedlich im Schlaf" gestorben, teilte seine Familie am Dienstag (Ortszeit) mit. Jordison galt als einer der einflussreichsten Metal-Schlagzeuger seiner Generation.

Der im US-Bundesstaat Iowa geborene Musiker war eines der drei Gründungsmitglieder von Slipknot und verhalf der neunköpfigen US-Band in den frühen 2000er Jahren zu weltweitem Ruhm. Bekannt wurde Slipknot unter anderem durch ihre Bühnen-Outfits mit Horrormasken und Overalls sowie durch ihre aggressive, düstere Musik. Hinter dem Schauspiel und den Masken verbarg sich aber auch eine technisch versierte Band, die von Jordisons Fähigkeiten am Schlagzeug und als Songschreiber getragen wurde.

2006 gewann die Band für ihr drittes Album zusammen mit dem legendären Produzenten Rick Rubin ihren ersten Grammy. Jordison selbst sagte später, sein stolzester Moment sei die Wahl zum besten Schlagzeuger der vergangenen 25 Jahre durch die Leser des Schlagzeugmagazins "Rhythm" im Jahr 2010 gewesen.

Im Jahr 2013 trennten sich Jordison und Slipknot. Er selbst sagte, er sei quasi vor die Tür gesetzt worden.

Später gab er bekannt, dass bei ihm eine Transverse Myelitis diagnostiziert worden war, eine Nervenkrankheit, die auch seine Spielfähigkeit beeinträchtigte. Er habe es aber durch intensive Physiotherapie geschafft, wieder in Form zu kommen, sagte Jordison in Interviews.

Der Schlagzeuger gründete verschiedene kleinere Bands wie die Murderdolls, Scar the Martyr, Vimic und Sinsaenum. Zudem hatte er Auftritte mit den Metal-Größen Metallica, Korn und Rob Zombie.

Metallica veröffentlichten nach der Nachricht von seinem Tod ein Foto Jordisons beim Facebook mit der Bildunterschrift "R.I.P. Bruder". Andere Metal-Musiker würdigten Jordisons Technik und seinen prägenden Einfluss auf ihre eigene Musik. Die ehemaligen Slipknot-Bandkollegen Corey Taylor und Shawn Crahan posteten schwarze Quadrate bei Twitter.

fwe/ans

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