So entdecken Sie Stalkerware auf Ihrem Mobiltelefon

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Lieber in die Einstellungen schauen: Wer sein Smartphone verloren oder verliehen hatte, sollte das Gerät nach Hinweisen auf sogenannte Stalkerware überprüfen.
Lieber in die Einstellungen schauen: Wer sein Smartphone verloren oder verliehen hatte, sollte das Gerät nach Hinweisen auf sogenannte Stalkerware überprüfen.

Wer sogenannte Stalkerware auf seinem Smartphone hat, ist übel dran: Datendiebstahl und Überwachung sind mögliche Gefahren. Doch wie lässt sich erkennen, dass das eigene Gerät infiziert ist?

Düsseldorf (dpa/tmn) – Ob Mobiltelefone, PCs oder Laptops: Sie alle können sogenannte Stalkerware enthalten, die von jemandem auf den Geräten installiert worden ist. Wer etwa sein Smartphone für kurze Zeit vermisst und dann wiederfindet oder es für längere Zeit verliehen hat, sollte es daher auf veränderte oder unbekannte Einstellungen überprüfen, rät die «Koalition gegen Stalkerware».

So ist zum Beispiel auf Android-Geräten die Einstellung «Unbekannte Quellen» im Unterpunkt «Sicherheit» standardmäßig deaktiviert. Ist diese auf einmal aktiviert, kann eine Manipulation vorliegen.

Auch ein unerwartetes Entladen des Akkus kann ein Anzeichen für Stalkerware sein. Hinweise sind außerdem unbekannte Apps oder Prozesse sowie Webcam-Berechtigungen, die nicht vom Gerätebesitzer selbst gewährt worden sind. Auch aktive Sitzungen, zu denen man sich nicht angemeldet hat, können auf installierte Stalkerware hindeuten.

Für das Entfernen lieber Hilfe holen

Stalkerware wird unter anderem für versteckte digitale Überwachung eingesetzt. Sie zu entfernen ist nicht leicht, aber auch nicht unmöglich. Die «Koalition gegen Stalkerware» gibt dazu auf ihrer Webseite Ratschläge. Allerdings ist bei einem Löschen auch der jeweilige Täter gewarnt. Opfer von Cyberstalking sollten daher einen Sicherheitsplan vorbereiten und sich Expertenhilfe holen, etwa bei Organisationen, die Opfer häuslicher Gewalt unterstützen.

In der «Koalition gegen Stalkerware» haben sich Hilfsorganisationen wie der Weiße Ring oder der Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe sowie IT-Sicherheitsunternehmen zusammengeschlossen.