So reagiert Daniel Kaluuyas Mutter auf seinen Sex-Witz bei der Oscar-Rede

Moritz Piehler
·Freier Autor
·Lesedauer: 3 Min.
Daniel Kaluuya bei der Dankesrede für seinen Oscar für die beste Nebenrolle, in der seine Mutter eine unerwartete Hauptrolle spielte. (Bild: Todd Wawrychuk/A.M.P.A.S. via Getty Images)
Daniel Kaluuya bei der Dankesrede für seinen Oscar für die beste Nebenrolle, in der seine Mutter eine unerwartete Hauptrolle spielte. (Bild: Todd Wawrychuk/A.M.P.A.S. via Getty Images)

In der klassischen Oscar-Dankesrede dankt man Managern, Partnern und Eltern. Oder man macht es wie Daniel Kaluuya und scherzt über den Sex seiner Erzeuger.

Der britische Schauspieler war für seine brillante Darstellung des Bürgerrechts-Aktivisten Fred Hampton in "Judas and the Black Messiah" nominiert worden. Und nachdem er 2018 für "Get Out" noch leer ausgegangen war, durfte er diesmal den Oscar für die beste männliche Nebenrolle mit nach Hause nehmen. Anders als bei den Golden Globes war der 32-Jährige bei der Oscar-Verleihung vor Ort und hatte deshalb nicht mit technischen Problemen zu kämpfen. 

Dafür hielt er auf der Bühne in Los Angeles eine der denkwürdigsten Dankesreden der Oscar-Geschichte. Denn nachdem er Gott und seiner Familie gedankt hatte, erwähnte er den wahren Grund, der ihn an diesen Punkt seiner Karriere gebracht hatte. "Meine Mama und mein Papa hatten Sex und jetzt bin ich hier, es ist großartig" sagte Kaluuya im Überschwang. Da die Regie genau in diesem Moment zu seiner Mutter und Schwester nach London schnitt, konnte jeder Zuschauer hautnah miterleben, ob seine Mutter diese intime Verkündigung ebenso großartig fand wie ihr Sohn.

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Damalie Namusoke, die ihren Sohn als alleinerziehende Mutter im Stadtteil Camden Town aufzog, schien nicht sehr begeistert zu sein. Während seine ältere Schwester den Kopf in den Händen vergrub, hielten die Kameras den entgeisterten Gesichtsausdruck von Mama Kaluuya fest, wie auf den Screenshots zu sehen ist, die sich schnell in den Sozialen Medien verbreiteten. Obwohl die Aufnahmen ohne Ton waren, kann man ihren Lippen deutlich ablesen, was sie von der Rede hält. User auf Twitter übernahmen das Lippenlesen, das dem Gesichtsausdruck vollkommen entspricht: "What is he talking about?" -Worüber redet er da?

Textnachricht von Mama Kaluuya

Nach seinem Bühnenmoment wurde der frischgekürte Oscar-Gewinner von den Journalisten in der Medienzone natürlich dazu befragt. Und Kaluuya war sich sicher: "Meine Mama wird mir wahrscheinlich eine Textnachricht dazu schicken. Ich hätte das wirklich nicht sagen sollen." Die Lösung des ertappten Sohnes: "Ich werd wohl mein Handy für eine Weile umgehen." Er gab zu, dass der Moment nicht geplant war und die Worte "einfach aus meinem Mund gekommen" seien. Die Reaktion seiner Mutter schätzte er ohne die Bilder aus London gesehen zu haben wohl ganz richtig ein: "Sie wird nicht sehr glücklich darüber sein." Doch Kaluuya hoffte auf schnelle Vergebung. Seine Mutter habe einen tollen Sinn für Humor. "Sie wird das ganz cool wegstecken." 

Neben dem witzigen Ausrutscher widmete Kaluuya übrigens dem realen Vorbild seiner Rolle noch ein paar ernstere Worte in seiner Rede: "Was für ein Mann," sagte er über den Aktivisten Hampton. "Wir können uns glücklich schätzen, in einer Zeit zu leben, in der er existiert hat. "Als sie das Spiel "teile und herrsche" gespielt haben, antworteten wir: Vereint euch und wachst darüber hinaus." Der Film über Hamptons Leben war insgesamt sechs mal nominiert, unter anderem auch für einen zweiten Nebenrollen-Oscar für Lakeith Stanfield, der den FBI-Informanten William O'Neal spielte.