So sparte dieser Softwareingenieur 100.000 Dollar an, um Geld anzulegen — sein Portfolio ist nun zwei Millionen wert

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Bardan Mainali erinnert sich noch gut daran, wie nervös er war, als er sein hart verdientes Geld zum ersten Mal am Aktienmarkt investierte. „Ich war etwas zögerlich“, sagt er. Aber er wusste, dass die Börse der Weg zu langfristigem Wohlstand ist. „Das ist der Weg“, sagt er. „Ich wusste, dass ich so früh wie möglich damit anfangen muss.“

Der in Nepal geborene Mainali hat die Vereinigten Staaten als einen Ort der Möglichkeiten gesehen. Nach dem Besuch der Louisiana Tech University schloss er sein Studium ab und begann bald darauf als Softwareingenieur für ein großes Technologieunternehmen zu arbeiten.

Investiert hat Mailani lange Zeit jedoch nicht – bis ihm sein Unternehmen Aktien als Teil seiner Vergütung anbot. Als er sah, wie der Wert seiner Aktien stieg, wurde ihm die Macht der Börse bewusst. Und er wollte lernen, wie er sie zu seinem Vorteil nutzen kann. Mithilfe von drei strategischen Entscheidungen gelang es ihm schließlich, aus einer anfänglichen Investition von 100.000 US-Dollar ein Portfolio im Wert von fast zwei Millionen Dollar zu machen.

1. Er hat seinen Lebensstil geändert, um seine Anfangsinvestition anzusparen

„Als Erstes brauchen wir Geld zum Investieren“, sagt Mainali. Sein Ziel war es, so viel wie möglich, also etwa 40 bis 45 Prozent seines Gehalts zu sparen. Um das zu erreichen, änderte er seinen Lebensstil, damit er so viel wie möglich beiseitelegen konnte.

„Budgeting hat mir dabei geholfen, gesunde Spargewohnheiten zu entwickeln“, sagt er. „Ich habe alle meine Ausgaben geplant“. Er ging selten auswärts essen, abonnierte keine monatlichen Dienste wie Netflix und mietete sogar eine Wohnung in der Nähe seines Büros, um die Kosten fürs Pendeln zu senken. „Außerdem nutzte ich keine Kreditkarten und setzte mir Sparziele“, sagt er.

Neue Technologien oder Upgrades für Dinge, die er bereits besaß, reizten ihn nicht. Ob Telefon, Laptop oder Auto: Er nutzte weiterhin die Geräte aus seiner Studienzeit. „Es sind kleine Dinge, aber sie helfen sehr“, erklärt er. Wenn er doch mal etwas Neues kaufte, tat er das sehr preisbewusst und verzichtete meist auf Markenartikel. „Am Ende des Tages ist es egal, wie viel man verdient“, sagt er. „Es kommt darauf an, wie viel man spart.“

2. Zuerst konzentrierte er sich auf Blue-Chip-Aktien

Auf diese Weise sparte er zunächst 30.000 Dollar an, die er investieren wollte. Um den Markt erst einmal kennenzulernen und nicht direkt ins kalte Wasser zu springen, suchte er nach einer Strategie mit geringem Risiko. Zwar ist der Erfolg bei keiner Investition jemals garantiert – aber es gibt einige Optionen, die allgemein als sicherer gelten. Mainalis Wahl fiel dementsprechend auf Blue-Chip-Aktien. „Ich wollte beim ersten Mail einfach ein sicheres Spiel spielen“, sagt er.

Da es sich bei diesen Aktien um Unternehmen handelt, die es bereits „geschafft“ haben, ist die Wahrscheinlichkeit eines Absturzes deutlich geringer. Mainali entschied sich für Unternehmen wie Apple und Facebook und investierte 30.000 Dollar in diese Art von Aktien. „Sie haben einen soliden Hintergrund und ein gutes Fundament“, sagt er.

Nichtsdestotrotz vergewisserte Mainali sich, dass er den Wert und die Position der Unternehmen verstand, auch wenn sie bereits einen sehr guten Ruf genossen. Schließlich hatte er sich nicht für eine Investition in Indexfonds oder ETFs entschieden, sondern einzelne Wertpapiere gekauft. Er las und analysierte die Finanzberichte auf der Suche nach einem soliden Wachstum von Jahr zu Jahr und überprüfte die Vermögenswerte, die Verbindlichkeiten und das Eigenkapital. Die Unternehmen verfügten über „viel Kapital, einen hohen Cashflow und waren finanziell stark“, sagte er.

3. Er suchte ein Unternehmen, das den Durchbruch schafft

Etwa anderthalb Jahre lang beobachtete Mainali, wie seine Investitionen wuchsen. „Ich habe einen ziemlich guten Gewinn mit [meinen ersten Investitionen] gemacht“, sagt er. „Etwa 6000 oder 7000 Dollar.“ Während seine Aktien im Wert stiegen, sparte er immer noch und überlegte, wie er eine noch höhere Rendite erzielen könnte. Er war auf der Suche nach einer großen Chance: etwas, das nicht nur mit dem Markt mithalten, sondern ihn sogar schlagen würde.

„Mein Ziel war es, ein Unternehmen zu finden, das in innovativen Bereichen wie Energie, KI, Blockchain und anderen führend ist und die Vorteile der Technologie nutzt“, sagt er. „Meine Strategie war es, in die Zukunft zu investieren“. Er wollte also ein Unternehmen finden, das von einer neuen Technologie profitiert, die in naher Zukunft stark genutzt werden wird. Dieses Denken hatte er bei der US-amerikanischen Starinvestorin Cathie Wood gelernt.

Im Jahr 2019 fand Mainali schließlich Tesla. Er schaute sich die Finanzberichte des Unternehmens an, insbesondere den Abschnitt „Management's Discussion and Analysis“ im Jahresbericht. Das half ihm, die Leistung, Risiken, Chancen und Ziele des Unternehmens zu verstehen. So konnte er sich ein Bild von Teslas Position auf dem Automobil- und Elektrofahrzeugmarkt machen und nicht nur von der Aktie selbst. „Ich sah dort eine große Chance und hatte das Gefühl, mein größeres Unternehmen gefunden zu haben“, sagt er. Da er von dem Unternehmen und seiner Analyse überzeugt war, investierte er 70.000 US-Dollar.

Um diese Zeit – zum Ende des Jahres 2019 – lagen die Tesla-Aktien bei etwa 70 US-Dollar pro Stück. Heute ist jede Aktie rund 1000 Dollar wert. Mainali ist nicht der einzige, der mit dem Unternehmen großen Erfolg hatte. Und er „plant, Tesla mindestens zehn Jahre lang zu halten“, sagt er. „Die Märkte für Elektrofahrzeuge und saubere Energien öffnen sich gerade. Außerdem betrachte ich es eher als ein technologie- oder KI-getriebenes Unternehmen, sodass es viel Raum für Wachstum gibt.“

Er will sein Portfolio weiter ausbauen und auch in Immobilien investieren

Seitdem hat Mainali einige seiner Apple-, Google- und Facebook-Aktien verkauft und das Geld in andere Werte gesteckt, die er über die Jahre gefunden hat – unter anderem in Kryptowährungen. Allgemein sucht er immer noch nach innovativen Unternehmen, insbesondere im Bereich der Technologie, die in ihren Branchen wettbewerbsfähig sind. „Ich suche Unternehmen in den Bereichen Fintech, Genetik und Kryptowährungen und handle auch hier und da mit kurzfristigen Gewinnen“, sagt er. Neben Tesla hatte er auch „eine gute Rendite mit Snapchat, PayPal und Square; alles Tech-Unternehmen“, sagt er.

Daneben hat der Softwareingenieur auch Interesse an Immobilien. „Mein Ziel ist es derzeit, Geld für Immobilien zu sparen, etwa 20.000 bis 30.000 Dollar, um die erste Anzahlung zu leisten“, erklärt er. Um das zu erreichen, spart er immer noch etwa 40 Prozent seines Gehalts, wobei er darauf wartet, dass die Immobilienpreise noch etwas weiter fallen. Dann will er loslegen. Mainali ist außerdem ein Künstler, der sich seit kurzem für NFTs interessiert. Sein erstes Werk wurde sogar von keinem Geringeren als Elon Musk inspiriert. „Es ist Teil meines nächsten finanziellen Abenteuers“.

Dieser Artikel wurde von Steffen Bosse aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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