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So viele Unternehmen wie nie beklagen Zunahme von Handelshemmnissen

So viele Unternehmen in Deutschland wie nie beklagen die Zunahme von Handelshemmnissen bei ihren internationalen Geschäften: In der jährlichen Umfrage "Going International" der DIHK unter knapp 2400 Firmen gaben das 61 Prozent von ihnen an. (STR)
So viele Unternehmen in Deutschland wie nie beklagen die Zunahme von Handelshemmnissen bei ihren internationalen Geschäften: In der jährlichen Umfrage "Going International" der DIHK unter knapp 2400 Firmen gaben das 61 Prozent von ihnen an. (STR)

So viele Unternehmen in Deutschland wie nie beklagen die Zunahme von Handelshemmnissen bei ihren internationalen Geschäften: In der jährlichen Umfrage "Going International" der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) unter knapp 2400 auslandsaktiven Firmen gaben das 61 Prozent von ihnen an. Dies sei der höchste Anteil seit Beginn der Erhebung vor 19 Jahren, teilte die DIHK am Freitag mit.

Den Unternehmen machen laut Umfrage insbesondere lokale Zertifizierungsanforderungen und verstärkte Sicherheitsanforderungen zu schaffen, die den Planungs- und Kostenaufwand für den grenzüberschreitenden Handel erhöhen. Hinzu kämen Sanktionen, insbesondere im Russlandgeschäft, intransparente Gesetzgebung und höhere Zölle und Local-Content-Vorschriften, also die Vorschrift, bei der Herstellung einen bestimmten Anteil lokaler Zulieferteile zu nutzen.

Die Firmen beschwerten sich aber auch zunehmend über bürokratische Hürden und Unsicherheit bei der Umsetzung von Regulierungen in Deutschland und Europa, wie die DIHK mitteilte. Genannt würden hier etwa das CO2-Grenzausgleichsystem oder das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz. 57 Prozent der Betriebe haben laut Umfrage auch Probleme bei der Abwicklung ihres Auslandsgeschäfts, etwa durch lange Genehmigungszeiten des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle oder durch komplexe Verfahren bei der Zollabwicklung.

Entsprechend schlecht bewerten die Unternehmen ihre Exporterwartungen für das laufende Jahr: 26 Prozent gehen von einer Verschlechterung der Auslandsgeschäfte im laufenden Jahr aus, lediglich 13 Prozent erwarten eine Aufhellung. "Unter den aktuellen Umständen können wir froh sein, wenn es in diesem Jahr überhaupt für ein kleines Exportwachstum reicht", sagte DIHK-Präsident Peter Adrian.

"Ein kleiner Hoffnungsschimmer" ist laut Umfrage das US-Geschäft. Hier erwarten die Unternehmen überwiegend eine Verbesserung ihrer Geschäfte in den kommenden zwölf Monaten. In allen anderen Weltregionen überwiegen die negativen Aussichten. Diese Divergenz zwischen den Regionen sei selten so groß gewesen.

ilo/pe