Social-Media-Trends: Kennen Sie FOMO, MOMO und JOMO?

Nina Baum
Freie Autorin für Yahoo Style
Angst davor, wenn die Freunde mal nichts posten? Das nennt man jetzt MOMO. (Bild: Getty Images)

Wenn Sie unter FOMO oder MOMO leiden, dann brauchen Sie JOMO – und ganz dringend eine Social-Media-Pause.

Es ist Freitagabend, Sie stöbern gelangweilt durch ihren Instagram-Feed und sehen diese schönen Bilder ihrer Freunde, die gerade aufregende Dinge erleben. Wenn Sie sich dann schlecht fühlen, sich fragen, warum Sie niemand angerufen hat oder Sie ein schlechtes Gewissen beschleicht, einfach nur faul auf dem Sofa abzuhängen – dann hat Sie höchstwahrscheinlich FOMO erwischt. Das ist das Akronym für „The Fear of Missing out“ (deutsch: Die Angst, etwas zu verpassen).

Dieser Begriff hat es sogar ins englische Oxford-Wörterbuch geschafft. Laut Definition handelt es sich dabei um die Angst, dass ein spannendes oder interessantes Ereignis gerade anderswo stattfinden kann – ein Gefühl, das oft durch Social-Media-Beiträge hervorgerufen wird. Vor allem Jugendliche fühlen sich laut einer Studie besonders unwohl dabei.

MOMO ist subtiler

MOMO hebt dieses Phänomen auf eine ganz neue Stufe. Das Akronym steht für „The Mystery of Missing out“ (deutsch: Das Mysterium, etwas zu verpassen). Dabei handelt es sich um die Ahnung oder das Gefühl, etwas zu verpassen, ohne zu wissen, was es ist, weil die Freunde überhaupt nichts mehr posten. Es gleicht quasi einer Paranoia, ausgeschlossen zu sein. Dabei leben diese Freunde vermutlich genau richtig, indem Sie einfach mal voll und ganz den Augenblick genießen, statt ständig zu fotografieren oder die zehnte Instagram-Story hochzuladen. Abhilfe schafft eine konsequente Social-Media-Pause. MOMO-Geplagte sollten ihre Freizeit wieder aktiv selbst in die Hand nehmen, sich mit Freunden verabreden, statt ihnen nur auf Facebook, Instagram & Co. zu folgen.

Mit JOMO bewusst etwas verpassen

Dafür gibt es einen wundervollen Gegentrend: JOMO – „The Joy of Missing out“ (deutsch: Die Freude, etwas zu verpassen). Statt ständig von der Angst getrieben zu sein, etwas Aufregendes und Spektakuläres zu verpassen, wird bei diesem Konzept ganz bewusst verzichtet. Dabei handelt es sich um nichts anderes als Achtsamkeit. Handy beiseitelegen und den Augenblick genießen, statt ziellos im Internet zu surfen. Entschleunigung, den Blick einfach mal in die Ferne schweifen lassen, mit einem guten Buch auf dem Sofa liegen. Einfach nur das tun, worauf man gerade Lust hat, sich von dem Druck befreien, den die Social-Media-Kanäle aufbauen. Manchmal kann es so einfach sein.