Softporno? Beschwerdeflut nach Super-Bowl-Show mit J.Lo und Shakira

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Shakira (l.) und Jennifer Lopez haben die Bühne des 54. Super Bowl gemeinsam zum Beben gebracht. (Bild: imago images/UPI Photo)

Die Halbzeitshow von Jennifer Lopez (50, "Papi") und Shakira (43, "Me Gusta") beim diesjährigen Super Bowl am 2. Februar hatte es in sich: heiße Rhythmen, knappe Kostüme und laszive Tanzeinlagen. War das etwa zu viel des Guten? Wie WFAA, ein mit ABC verbundener Fernsehsender, berichtet, seien nach dem Doppel-Auftritt im Hard Rock Stadium in Miami, Florida, etliche Beschwerden eingegangen. Über 1.300 verärgerte TV-Zuschauer hätten sich demnach bei der Federal Communications Commission (FCC) gemeldet, einer US-Behörde, die unter anderem für die Zensur obszön eingestufter Wörter und Bilder verantwortlich ist.

Keine Show für Familien?

Die Beschwerden seien aus so gut wie allen Staaten der USA eingereicht worden, die meisten würden aus Texas stammen. Der Grundtenor: Der Auftritt der beiden Sängerinnen sei keinesfalls familienfreundlich gewesen. So heißt es etwa in einer der Beschwerden, die zum Teil von der "New York Post" veröffentlicht wurden: "Ich bewundere Shakira und Jennifer Lopez dafür, dass sie in so großartiger Form sind und tolle Stimmen haben, aber in dieser Show ging es zu 100% um Sex. Das war nicht einmal im Entferntesten familienfreundlich."

Andere TV-Zuschauer mussten offenbar so weit gehen und ihren Kindern die Augen zuhalten. Die viele nackte Haut, die SM-Outfits der Künstlerinnen, J.Los Poledance-Einlage sowie die zum Teil obszönen Nahaufnahmen seien in ihren Augen mehr als anstößig gewesen. Ein Vater von zwei Teenager-Mädchen soll beanstandet haben: "Ich fühle mich zu diesem Zeitpunkt verpflichtet, eine Beschwerde einzureichen, da ich mit meinem Latein am Ende bin. Diese 'Show' hätte für spätabendliches Kabelfernsehen reserviert sein sollen." Auch der Begriff "Softporno" sei in manchen Beschwerden gefallen.

Janet Jackson sorgte für mehr Wirbel

1.300 Beschwerden mögen viel klingen, im Verhältnis zu der Menge an TV-Zuschauern, die den Super Bowl verfolgt hat, macht das laut FCC aber etwa nur "ein Tausendstel Prozent aller Zuschauer" aus. Zum Vergleich: Als Justin Timberlake (39, "Montana") 2004 die Brustwarze seiner Super-Bowl-Bühnenpartnerin Janet Jackson (53) entblößte, seien bei der FCC rund 540.000 Beschwerden eingegangen.