Sohn von ermordetem Generalbundesanwalt Buback glaubt nicht mehr an Aufklärung

Michael Buback, der Sohn des vor 40 Jahren von der Rote Armee Fraktion (RAF) ermordeten Generalbundesanwalts Siegfried Buback, glaubt nicht mehr an die Aufklärung des Attentats. Falls die Bundesanwaltschaft das Ermittlungsverfahren gegen das frühere RAF-Mitglied Stefan Wisniewski endgültig einstelle, sehe er "keine Person mehr, die als unmittelbarer Karlsruher Mittäter in Betracht kommt", sagte Buback dem "Westfalen-Blatt" vom Freitag laut einer Vorabmeldung.

Der Bruder und der Sohn des in Karlsruhe von einem RAF-Kommando erschossenen Generalbundesanwalts waren zuletzt mit dem Antrag auf eine Klageerzwingung gegen Wisniewski vor dem Oberlandesgericht Stuttgart gescheitert. Das Gericht verwarf den Antrag am Mittwoch als unzulässig, weil die Bundesanwaltschaft "keinen hinreichenden Tatverdacht" für eine Beteiligung Wisniewskis an dem Anschlag vom 7. April 1977 habe.

Die Bundesanwaltschaft hat dem Gericht zufolge nur den Verdacht, dass Wisniewski an der Vorbereitung des Anschlags durch Teilnahme an zwei Treffen von RAF-Mitgliedern im November 1976 im Harz und Anfang 1977 in den Niederlanden beteiligt gewesen sei.

Falls die Bundesanwaltschaft nun das Ermittlungsverfahren gegen Wisniewski einstellt, stehe "auch kein offizieller juristischer Weg mehr offen", sagte der 72-jährige Buback dem "Westfalen-Blatt". "Das müssen wir Angehörige hinnehmen."

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