Sonntag, 19. Mai 2019: Das müssen Sie heute wissen

Schießerei in Berlin, Meister-Gala mit „Robbery“ und der Sieger des Eurovision Song Contests: der Überblick über die Nachrichten der Nacht und ein Ausblick auf den Tag.

Die Freude ist groß: Der Niederländer Duncan Laurence (Mitte) gewinnt den Eurovision Song Contest 2019 in Tel Aviv mit einer Ballade. (Bild: AP Photo/Sebastian Scheiner)

Ein Verletzter nach Schießerei in Berlin

  • Täter noch nicht gefasst

In der Nacht zum Sonntag kam es am Kottbusser Damm in Berlin zu einer Schießerei, bei der ein Mann von einer Kugel getroffen wurde. Zuvor soll es zu Streitigkeiten gekommen sein. Der Verletzte kam in ein Krankenhaus, ist aber außer Lebensgefahr. Es war noch nicht geklärt, ob es sich um einen oder mehrere Täter handle. Die Polizei ermittelt zudem, ob es eine gezielte Attacke war.


Israelische Luftwaffe bombardiert Syrien

  • Hauptquartier einer syrischen Brigade zerstört

Es ist bereits die zweite Nacht in Folge, in der von Israel aus Geschosse nach Damaskus abgefeuert wurden. Das Hauptquartier einer syrischen Brigade ist dabei zerstört worden. Über Opfer war zunächst nichts bekannt. Die israelische Luftwaffe hatte in der Vergangenheit mehrfach Ziele im Nachbarland Syrien bombardiert. Die Angriffe richten sich gegen Kräfte und Einrichtungen, die vom Iran unterstützt werden. Israel möchte keine iranische Militärpräsenz in Syrien, weil es sich dadurch bedroht fühle.


Niederlande gewinnen Eurovision Song Contest

  • US-Sängerin Madonna mit politischer Botschaft

Der 25-jährige Niederländer Duncan Laurence gewinnt den Eurovision Song Contest 2019 mit einer melancholischen Pioanoballade. In „Arcade“ geht es um die Sehnsucht nach einer verlorenen Liebe. Das deutsche Duo S!sters landet mit dem Song „Sister“ auf Platz 24, die drittletzte Platzierung. Mit Spannung wurde Madonnas Auftritt erwartet: dieser war politisch, obwohl das eigentlich den Vorschriften des ESC widerspricht. Die israelische und die palästinensische Flagge waren auf den Rücken von Tänzern zu sehen – ein Plädoyer für eine friedliche Lösung des Jahrzehnte andauernden Konflikts. In der Bühnenshow ihres neuen Songs „Future“, der in Tel Aviv Weltpremiere hatte, wurden zerstörte Städte gezeigt. Am Ende stand an der Wand: Wacht auf!


Boeing räumt Softwarefehler ein

  • Nach Flugzeugunglücken korrigiert Boeing Flugsimulatorsoftware

Der US-Flugzeughersteller Boeing hat Korrekturen an der Software des Flugsimulators für die Maschine vom Typ 737 Max vorgenommen. Bei zwei Flugzeugabstürzen des Typs im März und im Oktober waren 346 Menschen ums Leben gekommen. Es wird vermutet, dass in beiden Fällen die Software des Steuerungssystems eine entscheidende Rolle gespielt hat. Die US-Flugaufsichtsbehörde FAA muss die Änderungen noch zertifizieren, bevor die Boeing 737 Max wieder fliegen darf.


„Gelbwesten“ in Frankreich wieder auf Straße

  • Proteste auch gegen US-Saatgut- und Pestizidhersteller Monsanto

Bei den „Gelbwesten“-Protesten in Frankreich sind 15 500 Menschen auf die Straße gegangen. Das sind rund 3000 weniger als am Wochenende zuvor. In einigen Städten kam es zu Spannungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Hunderte Menschen protestierten zudem gegen den zum Bayer-Konzern gehörenden US-Saatgut- und Pestizidhersteller Monsanto. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, europaweit Listen mit Namen von Unterstützern und Kritikern zu erstellen. In Frankreich laufen deshalb Vorermittlungen wegen des Verdachts der illegalen Erfassung privater Daten.


Diese Ereignisse werden heute wichtig:

Österreichs Bundespräsident empfängt Kanzler Sebastian Kurz

Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen will an diesem Sonntagvormittag Kanzler Kurz empfangen, um über die weiteren Schritte für eine Neuwahl zu beraten. Sebastian Kurz (ÖVP) hatte am Samstag die Koalition mit der rechtspopulistischen FPÖ aufgekündigt. Auslöser war eine Videoaffäre vom FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, der daraufhin zurückgetreten ist. Das Video zeigt ihn 2017 auf Ibiza im Gespräch mit einer vermeintlichen russischen Oligarchin, der er öffentliche Aufträge in Aussicht gestellt hatte, wenn sie seiner Partei zum Wahlerfolg verhelfe.

Zehntausende demonstrieren gegen Nationalismus

Eine Woche vor der Europawahl wollen in 42 Städten von dreizehn EU-Ländern Demonstranten gegen Nationalismus und Ausgrenzung protestieren. Allein in Berlin sind dazu rund 50 000 Teilnehmer angemeldet.


Gewinner des Tages...

… Robbery. Die beiden langjährigen Spieler Arjen Robben und Franck Ribéry standen im Mittelpunkt der Meisterschaftsfeier vom FC Bayern München. Zum 29. Mal ist der Verein am Samstag Deutscher Meister geworden. Es ist der 7. Titel in Folge. Ribery spielte zwölf, Robben insgesamt zehn Jahre für die Münchner. Gemeinsam gewannen sie die Meisterschaft, den Pokal, die Champions League und die Club-WM. Ihren letzten Auftritt in der Allianz Arena krönten beide mit einem Tor. „Besser kann man solch ein Finale nicht schreiben“, meinte Bayerns Trainer Niko Kovac.