Verschollener Soldat nach 33 Jahren in Afghanistan wiedergefunden

Bakhretdin Khakimov war erst 20 Jahre alt, als er 1980 in einer Schlacht in Afghanistan verwundet und für tot erklärt wurde. Jetzt, 33 Jahre später, hat eine russische Veteranenorganisation den ehemaligen Soldaten in Afghanistan ausfindig gemacht. Mit dem Jungen von damals hat der Mann von heute kaum mehr etwas gemein.

Der 53 Jahre alte Usbeke trägt einen zauseligen Bart und Turban. In dieser Aufmachung sieht der ehemalige Sowjet-Soldat aus wie einer seiner Feinde aus seinem früherem Leben. Vor 33 Jahren hieß er noch Bakhretdin Khakimov, heute nennt er sich Sheikh Abdullah. Als Halbnomade lebt der kinderlose Witwer in der abgelegenen Provinz Herat im Westen Afghanistans, wie die russische Nachrichtenagentur „Ria Novosti“ berichtet. Sein Russisch hat er längst vergessen. Nur ein nervöser Tick ist ihm aus den Jahren des Krieges geblieben.

In der Schlacht um Shindand vor 33 Jahren erlitt Khakimov ein schweres Schädeltrauma. Er blieb auf dem Schlachtfeld zurück, seine Offiziere meldeten ihn als vermisst. Alle dachten, er sei tot, einer von 15.000 Soldaten der Roten Armee, die in Afghanistan starben. Doch ein Dorfältester aus der Gegend pflegte Khakimov gesund und adoptierte ihn. Von ihm lernte Abdullah, wie er von nun an hieß, sein Handwerk als Heiler. Und er heiratete eine Afghanin.

In all den Jahren versuchte Abdullah nie, seine Familie in Usbekistan zu kontaktieren. „Er war einfach nur glücklich, dass er überlebt hatte“, sagte Alexander Lavrentyev von der Veteranenorganisation. Er traf Abdullah im Februar in der westafghanischen Stadt Herat.

Lesen Sie auch: Falscher Bischof auf Konklave fliegt auf: Es ist ein Deutscher!

Doch nun möchte der Witwer seine Familie wiedersehen. Sein Bruder Sharof sagte laut der Zeitung „Daily Mail“: „Es ist sehr traurig, dass unsere Eltern den Tag nicht erleben, ihn jetzt wiederzusehen. Ich kann es nicht erwarten, ihn zu treffen.“ In der kommenden Woche werden sich die Brüder nach 33 Jahren Trennung wieder in die Arme schließen.

Sehen Sie auch:

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.