Spahn: Impfungen bei Kindern und Jugendlichen sind "individuelle Entscheidung"

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Jens Spahn

In der Debatte um Corona-Schutzimpfungen für Kinder und Jugendliche hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bekräftigt, dass Impfungen eine "individuelle Entscheidung" bleiben werden. Es werde "definitiv keine verpflichtenden Impfungen" an Schulen oder Kitas geben, sagte Spahn am Donnerstag in Berlin. Die Impfungen für Kinder und Jugendliche werden ein zentrales Thema beim Impfgipfel von Bund und Ländern sein, der am Nachmittag beginnen soll.

Die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) will am Freitag mitteilen, ob sie den Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer für Jugendliche zwischen zwölf und 15 Jahren zulässt. Er ist bereits ab 16 Jahren zugelassen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) berät derzeit über ihre Einschätzung für diese Altersgruppe, ist aber zurückhaltend bei einer generellen Empfehlung.

Spahn hatte sich für eine Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen in die Impfkampagne ausgesprochen. Er sehe darin keinen Gegensatz, sagte der Gesundheitsminister. Es gehe darum, dass Eltern, Kinder und Ärzte eine individuelle Entscheidung treffen könnten. Dabei gebe die Stiko eine "wichtige Empfehlung".

Der Gesundheitsminister plädierte zudem dafür, den Impfgipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Länderregierungschefs zu einem "Gipfel der Zuversicht" zu machen. Es seien bereits mehr als 40 Prozent der Menschen mindestens einmal geimpft. Im Juni werde die Menge an Impfstoff zudem so hoch wie in keinem Monat zuvor sein.

Spahn mahnte aber zugleich zur Zurückhaltung beim Sommerurlaub. Er werbe sehr dafür, sehr vorsichtig zu sein. Die Menschen sollten nicht gleich eine Party auf engem Raum feiern. Eine Reise in der EU sei im Zweifel weniger riskant als eine Weltreise.

cax/cne

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