Spahn kündigt weitere Hilfen im internationalen Kampf gegen Corona-Pandemie an

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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat bei einem Besuch bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf weitere finanzielle Hilfen und Impstofflieferungen für den internationalen Kampf gegen die Corona-Pandemie angekündigt. Deutschland stelle zusätzlich 260 Millionen Euro sowie 30 Millionen Corona-Impfdosen zur Verfügung, sagte Spahn am Donnerstag in Genf.

Es sei in Deutschlands Interesse, dass die Corona-Impfkampagnen auf der ganzen Welt vorankämen, hob Spahn hervor. Schließlich sei die Pandemie nicht vorbei, solange sie "nicht überall vorbei" sei. Deutschland nehme seine Zusage, sich an diesem Kampf zu beteiligen, "sehr ernst" und ermuntere auch andere Länder, die WHO dabei auch finanziell stärker zu unterstützen.

"Ein Virus ist immer nur international und gemeinsam gut zu bekämpfen", sagte Spahn. "Dafür steht die Weltgesundheitsorganisation." Sie benötige daher eine "nachhaltige und dauerhaft gute finanzielle Ausstattung". Deutschland ist derzeit der größte Geldgeber der WHO, wie Spahn und WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus hervorhoben.

Spahn will nach eigenen Angaben die Zusammenarbeit mit der WHO "noch verbindlicher machen", etwa hinsichtlich der internationalen Gesundheitsvorschriften. Tedros sprach von der Idee für ein internationales Pandemie-Abkommen, die derzeit geprüft werde.

Zu der - politisch auch heiklen - Suche nach den Ursprüngen der Pandemie sagte Spahn, er sei "dankbar", dass dafür zu Jahresbeginn unabhängige internationale Experten im Auftrag der WHO ins chinesische Wuhan gereist seien. Diese Mission dürfe aber nur "die erste Phase" der Ursachenforschung gewesen sein, weitere Untersuchungen müssten folgen. Tedros forderte von China mehr Kooperationsbereitschaft. "Wir hoffen, dass es bessere Zusammenarbeit geben wird, um dem Geschehen auf den Grund zu gehen", sagte der WHO-Chef.

Mit Blick auf wieder steigende Infektionszahlen in einigen Ländern warnte Tedros, die Corona-Pandemie befinde sich derzeit in einem "entscheidenden Moment". Wie das WHO-Notfallkomitee festgestellt habe, werde von einigen zu Unrecht von einem nahenden Ende der Pandemie gesprochen, obwohl es gefährliche Virusvarianten wie die hochansteckende Delta-Variante gebe.

yb/cp

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