Spaniens Klassiker: FC Barelona - Eine Ära geht zu Ende

Die Superstars ziehen nicht mehr bei den Katalanen. Selbst ein Sieg im Clásico kann die Saison des FC Barcelona nur noch schönen.

Barcelona.  An der Plaza Catalunya, wo dieser Frühlingstage abertausende Touristen ausgespült werden, gibt es seit dieser Woche eine kleine Weltsensation zu bestaunen. Lionel Messi und Cristiano Ronaldo stehen innig umarmt und küssen sich zärtlich auf den Mund. Das Werk eines Graffitikünstlers an einem Parkhauseingang im Zentrum Barcelonas ist eine Referenz an den katalanischen Nationalfeiertag Sant Jordi am Sonntag, an dem Rosen verschenkt und die Liebenden gefeiert werden.

Die lebendigen Messi und Ronaldo werden sich natürlich nicht vereinen am Sonntag um 20.45 Uhr in Madrid. Der Clásico steht an, das größte Fußballspektakel des Planeten, und für außerplanmäßige Freundlichkeiten ist schon deshalb kein Platz, weil es konkret wie selten um die Titel-Entscheidung geht. Drei Punkte Vorsprung und noch ein Nachholspiel in der Hinterhand hat Real. Mit einem Heimsieg wäre die ersehnte erste Meisterschaft seit 2012 so gut wie besiegelt. Und, nicht minder verlockend: die Apokalypse beim Erzrivalen wäre perfekt.

Nachdem Barca gegen Juventus Turin zum dritten Mal in den vergangenen vier Jahren im Champions-League-Viertelfinale scheiterte, können selbst passionierte Realitätsverweigerer nicht mehr von der besten Mannschaft der Welt sprechen. Eine Ära geht zu Ende, angefangen beim bereits verkündeten Abschieds von Luis Enrique. Gelingt im Estadio Santiago Bernabéu nicht ein Befreiungsakt, für den nach vier Niederlagen in den letzten sechs Auswärtspartien allenfalls die eigenen Gesetze des Clásico spre...

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