Spanische Regierung legt Plan zum Schutz des Mar Menor vor

·Lesedauer: 1 Min.
Tote Fische im Mar Menor (AFP/Jose Miguel FERNANDEZ)

Spaniens Regierung hat einen Plan zum Schutz des Mar Menor vorgelegt. Zur Rettung der größten Salzwasserlagune Europas, die unter der Verschmutzung durch die Landwirtschaft leidet, seien bis 2026 Investitionen in Höhe von 382 Millionen Euro vorgesehen, sagte Umweltministerin Teresa Ribera am Donnerstag. Der Plan soll die schädlichen Auswirkungen der Landwirtschaft auf die Lagune einschränken, die nach Einschätzung von Umweltschützern am "Rand des ökologischen Zusammenbruchs" steht.

Im August waren Millionen von toten Fischen und Krustentieren an den Ufern des Mar Menor in der südostspanischen Region Murcia angeschwemmt worden. Experten zufolge ist dies auf einen Sauerstoffmangel im Wasser infolge der hohen Nitrat-Belastung zurückzuführen, die durch Dünger verursacht wird. Umweltschützer reichten bei der EU kürzlich eine Beschwerde wegen des "anhaltenden Versagens" der spanischen Regierung beim Schutz der Lagune ein.

Der Plan der Regierung sieht unter anderem ein hartes Vorgehen gegen illegale Bewässerung und eine Überwachung von Viehzuchtbetrieben vor. Zudem soll die Biodiversität in der Lagune und an den Ufern gefördert werden. Dazu ist eine Pufferzone von 1,5 Kilometern an den Küsten des Mar Menor geplant.

bfi/mid

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.