Sparen für Kinder: Diese Geldanlagen lohnen sich am meisten

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Viele Eltern möchten für Führerschein, Ausbildung, Studium oder Auslandsaufenthalt ihres Nachwuchses möglichst früh Geld zurücklegen. Doch wie häuft man für den Nachwuchs am besten ein kleines Vermögen an?

Bild: Getty
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Früher haben Großeltern oder Eltern gern ein Sparbuch für ihre Enkel eröffnet. Doch die Zeiten, in denen sich das lohnte, sind definitiv vorbei. Heute sind Sparbücher out, niemand will sie mehr - denn die Zinsen für Erspartes gehen gegen Null.

Ebenso wenig empfehlen Experten Ausbildungs­versicherungen und Kinder­schutz­briefe. Sie schützen ein Kind bei Unfall, Krankheit und Berufsunfähigkeit, gleichzeitig wird darin auch noch Geld für die Ausbildung angesammelt. Von solchen Kombipolicen aus Geldanlage und Versicherung rät auch “Finanztest” ab. Der Grund: Sie sind unflexibel und fast immer zu teuer. 

Doch welche Anlagen sind für Kinder empfehlenswert?  

Je nach Risikoneigung und Anlagedauer, kommen laut Experten von Stiftung Warentest unterschiedliche Anlagen infrage.

Ist das Kind noch klein und die Zeit noch lang bis zu Führer­schein, Ausbildung oder Auslands­auf­enthalt, dann lohnt sich demnach Fonds­sparen am meisten: Aktien-ETF oder ETF-Sparpläne, die direkt bei Banken abge­schlossen werden, sind im Gegensatz zu Festgeld flexibel, kostengünstig und bequem. ETF steht für Exchange Traded Fund: Es handelt sich dabei um einen börsennotierten Indexfonds, der die Wertentwicklung bekannter Marktindizes, wie DAX oder MSCI World, abbildet.

Aktienfonds bieten die besten Rendite­chancen, bergen allerdings auch die höchsten Risiken. Doch über die Jahre lassen sich Kurs­schwankungen laut den Finanztest-Experten aussitzen.

Wer bis zum 18. Lebensjahr des Kindes regelmäßig sparen will und keine Kursschwankungen scheut, dem empfehlen Experten börsengehandelte Indexfonds. Selbst bei kleinen monatlichen Raten lassen sich hierfür kostenlose Depots für unter 18-Jährige öffnen. 

Wer einen großen Betrag auf einen Schlag anlegen will, sollte diesen einmalig in einen Aktien-ETF stecken. Ebenfalls kommt laut den Experten ein Mix aus Zinsanlagen und ETF infrage.

Für Eltern und Verwandte, die beim Sparen für Kinder keinerlei Risiko eingehen wollen und einen Sparzeitraum von fünf bis zehn Jahre ins Auge fassen, eignen sich demnach Fest­zins­anlagen. Allerdings: Mehr als 1 Prozent Zins pro Jahr gibt es für Festgeld mit Laufzeiten zwischen fünf und zehn Jahren nicht.

Wichtigste Regel bei Geldanlage für Kinder: Das Geld gehört dem Kind

Geld, das auf den Namen des Kindes angelegt ist, gehört dem Kind - die Eltern verwalten es lediglich, dürfen es jedoch nicht für sich selbst nutzen. Wenn das Kind 18 wird, kann es mit dem Geld machen, was es will, die Eltern haben dann keinen Zugriff mehr.

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Quelle: Finanztest

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