Finanzen 2022: Spartipps mit System und Spaß

·Freiberufliche Journalistin
·Lesedauer: 6 Min.

Wie wäre es mit dem guten Vorsatz in 2022 ein hübsches Sümmchen zusammenzusparen? Wir haben eine ganze Reihe Methoden für Sie, mit denen das gelingt und auch noch Spaß bringt.

Sparen mit Spaß in 2022. (Bild: Getty Images)
Sparen mit Spaß in 2022. (Bild: Getty Images)

Eine schöne Reise, ein neues Möbelstück oder ein finanzielles Polster für die Zukunft – mit gespartem Geld lassen sich viele Wünsche erfüllen. Dabei braucht es nicht immer gleich riesige Beträge um etwas zurückzulegen. Sparen ist auch mit einem kleinen Geldbeutel möglich. Wichtig ist dabei der Wille und natürlich Durchhaltevermögen. Dann winkt spätestens am Jahresende ein schöner Geldbetrag.

Um das Ziel zu erreichen, gibt es einige Tricks, die nicht nur dafür sorgen, dass Sparer*innen am Ball bleiben, sondern die auch noch Spaß machen.

Die 30-Tage-Challenge

Wer erst einmal klein anfangen möchte, für den ist die 30-Tage-Challenge ein guter Einstieg zum Sparen. Das Ziel dieser Methode ist es, einen Monat lang jeden Tag einen bestimmten Geldbetrag zu sparen. Wer beispielsweise jeden Tag 2 Euro beiseitelegt, kommt am Monatsende schon auf stolze 60 Euro.

Dafür gibt es immerhin schon ein schönes Kleidungsstück oder zwei, eine Konzertkarte oder einen tollen Restaurantbesuch mit Freunden. Um durchzuhalten, empfiehlt es sich ein Sparschwein, das gut sichtbar aufgestellt wird oder ein Kalender, auf dem die Tage abgestrichen werden. Das geht natürlich auch mit einer Smartphone-App.

Wer am Ende des Monats Gefallen daran gefunden hat, macht einfach weiter. Nach 12 Monaten kämen so immerhin rund 720 Euro zusammen.

Die 52-Wochen-Methode

Diese Methode ist kniffliger und schon etwas für fortgeschrittene Sparer*innen. Denn am Anfang ist dieses System sehr einfach, wird aber von Woche zu Woche schwieriger. Wer alle 52 Wochen durchhält, ist am Ende im Besitz von 1378 Euro.

Und so geht’s: Einmal in der Woche wird ein Betrag gespart, der sich in der Folgewoche jeweils um einen Euro steigert. In der ersten Woche des Jahres füttern Sie Ihre Spardose mit 1 Euro, in der zweiten Woche mit 2 Euro, in der dritten Woche mit 3 Euro und so weiter und so fort.

In der ersten Jahreshälfte sind das noch kleine Beträge, mit fortschreitendem Jahr wird es immer härter und die Herausforderung wird größer, bis dann in der 52. Woche 52 Euro ins Sparschwein wandern.

Wer die Beträge besser übers Jahr verteilen möchte, kann mit Losziehung arbeiten. Dafür schreiben Sie alle Sparbeträge der Challenge auf 52 kleine Zettel, packen die in ein Gefäß und ziehen jede Woche einen Zettel heraus. Der Betrag, der auf dem Zettel steht, wird dann gespart.

Eine Woche mit 10 Euro leben

Bei dieser Challenge geht es darum, seine Grenzen auszutesten. Angenommen, Sie verbrauchen pro Woche 50 Euro für Lebensmittel und alles, was Sie sich sonst so leisten – ausgenommen sind natürlich feste Kosten wie Miete, Strom etc.

Schaffen Sie es, eine Woche mit 10 Euro auszukommen? (Bild: Getty Images)
Schaffen Sie es, eine Woche mit 10 Euro auszukommen? (Bild: Getty Images)

Dann versuchen Sie, eine Woche mit einem nur geringen Teil davon klar zu kommen, etwa sieben Tage mit nur zehn Euro zu überstehen. Das schärft den Blick für unnötige Kosten und sollte es klappen, können Sie versuchen, einmal im Monat eine Sparwoche einzulegen.

Der Klassiker: Kleingeld sparen und kostenlos einzahlen

Besorgen Sie sich ein hübsches Glas und sammeln Sie darin jeden Tag alle Münzen unter einem Euro, die Ihr Portemonnaie hergibt. Durch das Glas lässt sich der Sparfortschritt prima beobachten, das spornt an.

Am Jahresende machen Sie Kassensturz. Doch Achtung, beim Wechseln bei der Bank! Die meisten Geldinstitute verlangen Gebühren fürs Wechseln von Kleingeld. Kostenlos geht das jedoch bei den 35 Filialen der Deutschen Bundesbank, ebenso bei der Hypovereinsbank. Die Commerzbank und die Tochter Comdirekt bieten bis zu drei kostenlose Einzahlungen pro Jahr. Das Portal wissenswelt.info rät bei der Comdirect ein zusätzliches kostenloses Girokonto zu eröffnen: "Das Girokonto der Comdirect Bank ist kostenfrei und Sie haben damit die Möglichkeit, in über 1.100 Filialen der Commerzbank kostenlos Kleingeld an den Münzautomaten einzuzahlen und zu wechseln."

Die 5-Euro-Methode

Kleine Scheine sparen: 5-Euro-Scheine bekommt man nicht allzu häufig als Wechselgeld. Aber immer wenn es passiert, werden sie in der Geldbörse zur Seite gepackt und später zu Hause im Sparschwein deponiert. So kommt in einem Monat oder Jahr ein ansehnliches Sümmchen zusammen.

Sparen mit Freund*innen

Ein Spiel, bei dem am Ende jeder gewinnt: Vereinbaren Sie mit Freund*innen ein Spar-Wettrennen. Legen Sie einen Zeitrahmen fest und wie Sie sparen wollen, etwa nur Kleingeld, 5-Euro-Scheine oder beim Einkauf. Die Sparschweine der Beteiligten können auch zentral deponiert werden, damit keiner schummeln kann. Sieger*in ist nach der festgelegten Zeitspanne natürlich der oder die, der am meisten zusammengeknausert hat.

Die 1-Cent-Challenge

Gespart wird jeden Tag, 365 Tage lang. An Tag 1 wandert 1 Cent ins Sparschwein, an Tag 2 sind es 2 Cent, an Tag 3 werden 4 Cent gespart und so weiter, bis Sie am 365sten Tag bei 3,65 Euro ankommen. Wer die Challenge ein Jahr durchhält, spart 667,95 Euro. Hilfreich für die Motivation ist natürlich auch bei dieser Methode ein Kalender, auf dem die Tage abgestrichen werden.

Nur 1 Cent braucht es an Tag 1 einer 365-Tage-Challenge. (Bild: Getty Images)
Nur 1 Cent braucht es an Tag 1 einer 365-Tage-Challenge. (Bild: Getty Images)

Die 1-Prozent-Methode

Können Sie auf 1 Prozent Ihres monatlichen Gehalts verzichten? Dann sparen Sie los. Einmal im Monat wird 1 Prozent des Gehalts zur Seite gelegt. Das ist zwar meist nicht sonderlich viel, aber Kleinvieh macht auch Mist, heißt es.

Bei einem Einkommen von 1500 Euro würden monatlich 15 Euro in die Sparbüchse oder aufs Sparkonto wandern. Das macht am Ende des Jahres immerhin 180 Euro.

Wer mehr draus machen will, könnte sich vornehmen, den ersparten Betrag per Einmaleinlage in börsengehandelte Indexfonds (ETF) zu investieren.

Sparen mit der Wetter-Methode

Diese Methode hält Überraschungen bereit. Legen Sie einen Wochentag und eine Uhrzeit fest, an dem Sie Ihre Wetter-App checken, beispielsweise mittwochs um 12 Uhr. Die abgelesene Temperatur legt den Sparbetrag für diesen Tag fest. Sind es 9 Grad, sparen Sie 9 Euro. Im Hochsommer kann das natürlich wesentlich mehr werden. Bei Minustemperaturen nehmen Sie natürlich nichts aus Ihrer Spardose, sondern stecken den Betrag hinein, den die Gradzahl im Minusbereich anzeigt.

Viel Erfolg beim Sparen, Durchhalten und Geldvermehren!

Im Video: Mit diesen Tipps sparen Sie viel Geld beim Einkaufen

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.