SPD-Chefin Esken ärgert sich über Beurteilung ihrer Frisur und Schuhe

SPD-Chefin Saskia Esken

Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken ärgert sich über die immer noch ungleiche Beurteilung von Männern und Frauen in der Politik. "Über die Frisur, den Gesichtsausdruck oder die Schuhe meines männlichen Counterparts habe ich noch nichts gelesen, bei mir ist das offenbar irre spannend", sagte Esken der "Augsburger Allgemeinen" (Montagsausgabe). Auch Kraftausdrücke, wie sie ihre Vorgängerin Andrea Nahles manchmal nutzte, würde man bei einem Mann "vielleicht sogar gut finden" - "bei Frauen ist das nicht so gern gesehen".

Sie selbst wolle sich davon nicht verbiegen lassen, dass Männer und Frauen verschieden bewertet würden, sagte Esken der Zeitung. "Da habe ich jetzt in 58 Lebensjahren keine Rücksicht darauf genommen, ich glaube nicht, dass ich noch damit anfange. Wenn es nötig ist, kann ich durchaus auf den Tisch hauen, meistens finde ich andere Kommunikationsformen zielführender."