SPD-Chefin: Melanie Leonhard über Grüne, CDU und ein Karriere-Ende von Olaf Scholz

Die Bürgerschaftswahl naht – aber auf den erhofften Rückenwind aus Berlin müssen Hamburgs Sozis verzichten, schließlich konnte Olaf Scholz den Kampf um die Parteispitze nicht gewinnen. Die MOPO sprach mit Hamburgs SPD-Chefin Melanie Leonhard (42) über ihren Amtsvorgänger und den anstehenden Wahlkampf.

Die Bürgerschaftswahl ist die einzige Landtagswahl 2020 – und die erste Wahl unter der neuen SPD-Spitze. Ist der Druck für Sie da besonders groß?

Melanie Leonhard: Hamburger Bürgerschaftswahlen waren immer von Bundestrends losgelöst. Aber es ist natürlich für unsere Bundes-Spitze wichtig, dass wir hier ein gutes Ergebnis bekommen.

Tut Ihnen Olaf Scholz eigentlich leid? Er war der Einzige aus der SPD-Spitze, der Verantwortung übernommen und sich zur Wahl gestellt hat – um dann spektakulär zu verlieren.

In demokratischen Auseinandersetzung gibt es am Ende immer ein Ergebnis, wo sich die eine Person durchsetzt und eine andere nicht. Er hat dieses Ergebnis mit Sicherheit einkalkuliert.

Sie auch?

Ja, das Ergebnis war nicht überraschend.

Ist die Karriere von Olaf Scholz jetzt vorbei?

Nein. Olaf Scholz  ist jemand, dessen Kompetenzen in der SPD weiterhin gebraucht werden.

Haben die SPD-Mitglieder das nicht anders gesehen?

Es ging nicht um ihn, sondern um eine neue Parteispitze. Und die Mitglieder haben entschieden, dass die aus Personen bestehen soll, die nicht in der gegenwärtigen Bundesregierung vertreten ist.

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Hat die Große Koalition Olaf Scholz die Niederlage beschert?

Klar, die SPD ist nicht gerne in diese Große Koalition gegangen. Wir haben dazu ja auch ein Mitgliedervotum eingeholt. Wir wussten, dass es schwierig werden würde. Wir tragen an dieser Verantwortung zum Teil sehr schwer.

Ihr Neu-Parteichef Norbert Walter-Borjans stellt sogar...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo