SPD oder CSU als Partner? - Ungeliebte GroKo: Rathaus-Opposition flirtet mit der Macht

Florian Zick

Wechselnde Mehrheiten sind für SPD und CSU kein Tabu mehr. Bei den kleinen Fraktionen im Rathaus bedeutet das interessante Optionen.

Eine richtige Herzensangelegenheit war die Große Koalition im Rathaus für SPD und CSU ohnehin noch nie. Keine Liebesheirat sei das gewesen, betonten beide Seiten stets, lediglich ein Zweckbündnis. Insofern kam die Ansage von Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD), die Beziehung in Zukunft etwas offener gestalten zu wollen, für die CSU auch nicht unbedingt überraschend.

Wechselnde Mehrheiten seien in den nächsten drei Jahren nicht mehr ausgeschlossen, sagte Reiter am Sonntag bei einer Halbzeit-Bilanz der SPD (AZ berichtete). Die gemeinsamen Ziele seien weitgehend abgearbeitet, deshalb werde seine Fraktion auf der Suche nach Verbündeten in der zweiten Hälfte der Regierungsperiode öfter auch mal nach links und rechts schauen, betonte der Rathaus-Chef.

Bei der CSU nimmt man diese Aussage weitgehend emotionslos zur Kenntnis. Was die können, können wir schließlich auch, heißt es aus den Fraktionsräumen. Richtige Aufregung will wegen der Kampfansage aus dem OB-Zimmer jedenfalls nicht aufkommen.
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