SPD-Parteivize Kühnert will nach der Wahl kein Ministeramt

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SPD-Logo (AFP/Bernd Von Jutrczenka)

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Kevin Kühnert strebt nach der Bundestagswahl kein Ministeramt an. Kühnert, der sich um ein Direktmandat im Berliner Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg bewirbt, will auch im Parlament erst einmal keinen Posten übernehmen, wie er am Samstag dem Portal t-online sagte. "Manche können sich das vielleicht nicht vorstellen, aber ich empfinde ein Bundestagsmandat als eine wirklich große Aufgabe, die keiner weiteren Posten bedarf", sagte der frühere Juso-Vorsitzende.

Er habe genug Möglichkeiten, sich Gehör zu verschaffen und ein sehr bodenständiges Verständnis von parlamentarischer Arbeit, sagte der 32-Jährige. "Es ist ein Handwerk, das man erst mal lernen muss."

Mit Blick auf Warnungen aus der Union vor einer rot-rot-grünen Regierung sagte Kühnert, mit seiner Absage an ein Ministeramt "implodiert schon wieder eine Wahlkampfblase der CDU/CSU". Unionspolitiker hatten wiederholt davor gewarnt, dass bei der SPD im Falle eines Wahlsiegs von Olaf Scholz Parteilinke wie Kühnert übernähmen.

cha/cp

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