Spe(c)ktakulärer Auftakt bei "Biggest Loser": 200 Kilo weg - in acht Tagen!

·Lesedauer: 5 Min.
Sie sind Konkurrenten, der Feind aber ist derselbe: dsa Übergewicht! Bei "Leben leicht gemacht - The Biggest Loser" geht's in der 14. Staffel wieder ran an den Speck. (Bild: SAT.1/Julia Feldhagen)
Sie sind Konkurrenten, der Feind aber ist derselbe: dsa Übergewicht! Bei "Leben leicht gemacht - The Biggest Loser" geht's in der 14. Staffel wieder ran an den Speck. (Bild: SAT.1/Julia Feldhagen)

Ein Gorilla weg in einer Woche? Die 20 Kandidaten von "Leben leicht gemacht - The Biggest Loser" (SAT.1) machten es möglich. In der ersten Woche im Abnehmcamp auf Naxos speckten die zwei Zehner-Team insgesamt 195,5 Kilogramm ab. Aber keine Freude ohne Leid: Eine Kandidatin musste gleich wieder nach Hause.

"Alles beibt anders" sang Herbert Grönemeyer einst, und das gilt auch für "The Biggest Loser". Die weltweit erfolgreichste Abnehmshow (in 37 Ländern der Welt lief oder läuft das erstmals 2004 in Amerika ausgestrahlte Format) heißt in Deutschland mit Start seiner 14. Staffel nun "Leben leicht gemacht" (SAT.1). Die offizielle Argumentation: Der neue Titel bringe viel besser auf den Punkt, worum es geht.

Naja: In erster Linie, das unterstrich die Auftaktfolge einmal mehr, geht es schon darum, möglichst viel Gewicht zu verlieren. Denn, daran hat sich nichts geändert: Wer prozentual am wenigsten abnimmt, wird abgestraft. Deshalb reduzierte sich die zu Beginn 20-köpfige Kandidatencrew auch gleich nach der ersten Woche auf der größten Kykladeninsel Naxos um eine Teilnehmerin. Für die 28-jährige Aylin hieß es nach einwöchiger Schinderei: Koffer packen!

Verlangen viel Einsatz, bieten viel Unterstützung: Campchefin Christine Theiss (links) mit ihren Coaches Ramin Abtin und Neuling Sigrid Ilumaa. (Bild: SAT.1/Julia Feldhagen)
Verlangen viel Einsatz, bieten viel Unterstützung: Campchefin Christine Theiss (links) mit ihren Coaches Ramin Abtin und Neuling Sigrid Ilumaa. (Bild: SAT.1/Julia Feldhagen)

Die neue Schinderhannelore: Sigrid Ilumaa

Natürlich ist Gewichtsreduktion nicht alles. Es geht auch darum, den Kandidaten, während sie schuften, schwitzen und trainieren bis zum - wortwörtlich! - Kotzen, mehr Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein, Lebensfreude und eine gewisse Leichtigkeit zu bescheren. Diesem Ziel haben sich Campchefin Dr. Christine Theiss (in ihrem elften Jahr) und Trainer-Legende Ramin Abtin (feiert als Coach sein zehnjähriges Jubiläum!) verschrieben.

Wenn Ramin der "Schinderhannes" ist, dann ist Sigrid Ilumaa die neue "Schinderhannelore". Sie löste Petra Arvela ab, ist aber kein Neuling. Die Personal Trainerin, Ernährungsberaterin und ehemalige Turniertänzerin betreute in den letzten sieben Jahren die bei "TBL" während der Staffeln ausgeschiedenen Kandidaten, ist also eine Frau vom Fach. Trotzdem war sie fast so aufgeregt wie die zehn Mitglieder ihres Teams "Pink", allerdings noch engagierter: "Ich atme Motivation und Energie! Ich liebe es, Menschen zu betreuen."

Die 20 Kandidaten von "Leben leicht gemacht" brachten zum Start gemeinsam 2.976 Kilogramm auf die Waage - so viel wiegt ein ausgewachsenes Nashorn. (Bild: SAT.1/Julia Feldhagen)
Die 20 Kandidaten von "Leben leicht gemacht" brachten zum Start gemeinsam 2.976 Kilogramm auf die Waage - so viel wiegt ein ausgewachsenes Nashorn. (Bild: SAT.1/Julia Feldhagen)

Ramin Abtins Versprechen: "Der Weg wird hart. Aber er wird sich lohnen!"

"Tausende" (O-Ton Christine Theiss) haben sich beworben, 20 wurden zu "Auserwählten" und gingen entsprechend ehrfürchtig an den Start. Kandidat Florian aus Ramins "Team Blau": "Unter Tausenden auserwählt? Da spürst du die Verantwortung, spürst Demut und Dankbarkeit - und Druck: Jetzt musst du abliefern!"

Damit tat sich Team Blau allerdings anfangs schwer. Schon bei der ersten Trainingssession im Marmorsteinbruch von Kinidaros musste Coach Ramin Defizite feststellen. Vor allem beim Camp-Küken Nico. Der ist zwar mit 20 Lenzen der jüngste Spund, mit 178 Kilo aber auch der dritt schwerste Kandidat im Camp. Nur Teamkollege Philipp (198,2 Kilo) und der "pinkfarbene Brocken" Patrick (191,4 Kilo) toppen Nicos Gewicht. Ziemlich schwer, dafür aber schnell schlapp, vor allem im Kopf. Ramin: "Er steht sich mental sehr im Weg. Wenn's bei ihm zwickt und drückt, dann ist das für ihn eine Katastrophe."

Blöd nur: Zwicken und drücken wird's regelmäßig. Aber Ramin wird helfen. Sein Versprechen an alle, die leichter sein und es leichter haben wollen: "Es wird nicht leicht werden, aber wenn's leicht ist, ist's nix wert. Euer Weg wird hart und steinig. Aber er wird sich lohnen! Nutzt eure Chance!"

Fiebert immer mit, auch wenn er manches Mal beinahe verzweifelt: Ramin Abtin ist im zehnten Jahr Abspeck-Coach. (Bild: SAT.1/Julia Feldhagen)
Fiebert immer mit, auch wenn er manches Mal beinahe verzweifelt: Ramin Abtin ist im zehnten Jahr Abspeck-Coach. (Bild: SAT.1/Julia Feldhagen)

Schwere Wahrheit: "Die Waage daheim ging nur bis 180 Kilo!"

Was sich ebenfalls nicht geändert hat: Die Tränen fließen im Camp genauso in Strömen wie der Schweiß. Linda hat von Tag eins mit Sehnsucht nach ihrem Sohn und ihrem Mann zu kämpfen, Patrick wird vom Weinkrampf geschüttelt, als er auf der Waage mit dem Startgewicht von fast zwei Zentnern konfrontiert wird: "Was habe ich mir nur angetan?", schluchzt er, und: "Ich habe mit weniger gerechnet. Die Waage daheim ging ja nur bis 180."

Patrick muss noch mehrfach weinen, dann aber nicht um sich. Er ist nämlich nicht alleine im Camp, sondern mit Zwillingsbruder Fabian angereist. Bei der Challenge am Strand von Aliko harmonierten die Brüder mit ihrem Team Pink perfekt. Sie bewältigten die Aufgabe aus Schleppen (von Baumaterial für ein Floß), Werkeln (Floß selbst zusammenbauen) und Paddeln (Stirnbänder von einer schwimmenden Insel bergen) schneller als die Blauen und sicherten sich die Siegprämie von zwei Bonuskilos für die Waage.

Und auf eben dieser kam das böse Erwachen, Team Pink erlebte nämlich sein blaues Wunder.

Camp-Senior Stefan (53) musste sich bei der Challenge übergeben. "Da merkste gleich mal, was du alles nicht drauf hast." (Bild: SAT.1/Julia Feldhagen)
Camp-Senior Stefan (53) musste sich bei der Challenge übergeben. "Da merkste gleich mal, was du alles nicht drauf hast." (Bild: SAT.1/Julia Feldhagen)

Gewaltiger Gewichtsverlust: Ein Nashorn verliert einen Gorilla!

"Ultrageil: Wir haben sie plattgemacht!", sprach Yasemin und konnte es selbst kaum glauben. Denn, so die blaue Teamkollegin Sabine: "Wir haben die Challenge verkackt und trotzdem gerockt!" Am Ende nahmen die Blauen von ihrem Gesamtstartgewicht von 1.547 Kilogramm nämlich gleich mal 105 wieder ab, umgerechnet 6,79 Prozent. Dagegen kam Team Pink (Startgewicht: 1.419 Kilogramm) nicht an, hier wurden "nur" 90 Kilo abgerackert, umgerechnet 6,35 Prozent. Da halfen auch die zwei Bonuskilos nicht! Insgesamt nahmen die 20 Kandidaten von eingangs fast drei Tonnen Rekord-Startgewicht über 195 Kilo ab - ein Nashorn speckt einen Gorilla ab!

Zurück zu den Tränen von Zwilling Patrick. Der greinte dann aus Sorge um seinen Bruder Fabian, denn der landete mit "nur" 8,5 abgespeckten Kilo (4,95 Prozent) mit Aylin (6,3 Kilo bzw. 4,73 Prozent) unter der ominösen gelben Schicksalslinie. Am Ende fällten die acht Teammitglieder vom "Verliererteam Pink" eine 3:5-Entscheidung gegen Aylin. Patrick unter Tränen: "Ich habe Aylin auch lieb, aber ich versuche hier, meinen Bruder zu retten."

Die erste Challenge war dreigeteilt: Erst musste Baumaterial zum Strand geschleppt werden (im Foto: Patrick). (Bild: SAT.1/Julia Feldhagen)
Die erste Challenge war dreigeteilt: Erst musste Baumaterial zum Strand geschleppt werden (im Foto: Patrick). (Bild: SAT.1/Julia Feldhagen)

13,3 Kilogramm weg - Alisa macht acht Männer platt

Die größten Schritte in Richtung leichteres Leben schafften andere, die sich als Super-Abspecker erwiesen. Sven nahm 16,3 (von 178) Kilogramm ab, Schwerstgewicht Philipp verlor 13,9 von 198 Kilo. Bei den Damen wurde die Schwerste (161 Kilogramm) auch die Beste: Alisa verlor in acht Tagen 13,3 Kilo und stach damit acht von zehn Männern aus!

Für Aylin ist das Abenteuer Naxos beendet, nicht aber das Abenteuer "Neues Leben". "Ich sehe das als Startschuss", sagte sie schniefend, als sie ging. "Klar ist es traurig, hier wegzumüssen, aber wir werden uns alle wiedersehen." Spätestens im Finale.

Challenge-Stufe 2: Die Teams mussten aus Fässern, Balken und Platten ein Floß bauen. (Bild: SAT.1/Julia Feldhagen)
Challenge-Stufe 2: Die Teams mussten aus Fässern, Balken und Platten ein Floß bauen. (Bild: SAT.1/Julia Feldhagen)
Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.