Spektakuläre Sternen-Karte: Gaia zeigt, wie Beben Himmelskörper in der Milchstraße verändern

Die Europäische Raumfahrtagentur Esa hat Daten der Raumsonde "Gaia" veröffentlicht, die ein neues Licht auf zwei Milliarden Sterne in unserer Milchstraße werfen.

Zu den überraschendsten Entdeckungen gehöre, dass sogenannte Sternenbeben nachgewiesen werden konnten, die die Form der Sterne verändern. Einige vergleichen diese Beben mit Tsunamis.

Timo Prusti, der am Gaia Projekt  arbeitet, erklärt: "Das ist ein sehr interessanter Einblick in das Innere von Sternen und ermöglicht, ihre Struktur besser zu verstehen, was dann mit theoretischen Modellen kombiniert werden kann. Es war also ein sehr wichtiger Schritt zum Verständnis der Sternenphysik."

Seit knapp zehn Jahren beobachtet das Weltraumobservatorium Gaia den Himmel und erfasst die Positionen aller sichtbaren Himmelsobjekte. Ziel ist es, eine möglichst genaue und vollständige multidimensionale Karte der Milchstraße zu erstellen.

Die jetzt veröffentlichten Daten liefern neue Informationen zu chemischen Zusammensetzungen, Sterntemperaturen, Farben, Massen, Alter und Geschwindigkeiten, mit denen sich Sterne auf uns zu oder von uns weg bewegen.

Beteiligt sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg und vom Astronomischen Recheninstitut am Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg.

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