"Spiegel": Einsatzbefehl für Berlin-Attentäter Amri kam von IS-Führung

Berliner Attentäter Anis Amri

Der Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarkt, Anis Amri, ist offenbar von der Führungsebene der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) gesteuert worden. Das berichtete das Nachrichtenmagazin "Spiegel" am Samstag unter Berufung auf einen Hinweis aus den Vereinigten Arabischen Emiraten an deutsche Sicherheitsbehörden vom 8. Januar.

Demnach soll Amri seinen Einsatzbefehl von einem Kader mit dem Kampfnamen Abu Baraa al-Iraki innerhalb des IS für "externe Operationen" erhalten haben. Der Generalbundesanwalt und das Bundeskriminalamt prüfen den Hinweis dem Bericht zufolge. Der Name des IS-Kaders sei den deutschen Behörden aus anderen Verfahren gegen als Flüchtlinge getarnte, mutmaßliche IS-Kämpfer bekannt, hieß es.

Die deutschen Behörden schätzen die Quelle des Hinweises aus dem Sicherheitsapparat der Emirate laut "Spiegel" als zuverlässig ein. Kontakt zum IS soll Amri laut Generalbundesanwalt spätestens ab dem 10. November 2016 gehabt haben.

Der Tunesier Amri hatte am 19. Dezember einen gestohlenen Lastwagen in den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche gesteuert. Zwölf Menschen wurden getötet und mehr als 60 weitere verletzt.

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