Spike Lee wird erster schwarzer Jurypräsident in Cannes

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Der US-Regisseur Spike Lee

Der US-Regisseur Spike Lee soll in diesem Jahr als erster Schwarzer die Jury des französischen Filmfestivals in Cannes leiten. Das teilten die Organisatoren am Dienstag mit. Lee war bereits im vergangenen Jahr als Jurypräsident in Cannes vorgesehen, wegen der Corona-Pandemie fielen die Filmfestspiele aber aus. Dieses Jahr ist das Festival vom 6. bis 17. Juli geplant.

"Wir können uns keine kraftvollere Persönlichkeit vorstellen, um unsere dermaßen aufgewühlte Ära zu hinterfragen", erklärte Festivalpräsident Pierre Lescure. Der 63-jährige Lee wurde mit Filmen wie "Do the Right Thing", "Malcolm X" und "BlacKkKlansman" bekannt. Er thematisierte immer wieder die gesellschaftliche und politische Rolle von Menschen mit dunkler Hautfarbe.

Im vergangenen Jahr hatte Lee "glücklich, überrascht und stolz" auf seine Ernennung reagiert. Der US-Filmemacher hat eine enge Beziehung zum Cannes-Festival - dort feierten sieben seiner Werke Premiere. Welche Filme dieses Jahr im Wettbewerb konkurrieren, will die Festivalleitung im Juni bekanntgeben.

lob/ju