Spitzbergen: Russen mit Versorgungsengpass

Spitzbergen: Russen mit Versorgungsengpass

Dies ist Norwegen, genauer, Spitzbergen. Und die Achillesferse der NATO in der Arktis. Denn die Svalbard Inseln auf halbem Weg zum Nordpol sind ein strategischer und wirtschaftlicher Brückenkopf nicht nur für Moskau, sondern auch für Peking.

Zumindest die Russen sind schon da, seit 1920 darf Moskau hier abbauen, bauen, bohren und fischen, was es will. Norweger leben hier, es gibt eine große russische Gemeinde - und eine ukrainische.

Es gibt keine Anzeichen für Konflikte, keine sichtbaren. Die Menschen helfen sich gegenseitig. Ich nenne das arktische Solidarität.

Aber auch hier in der Arktis greifen die Sanktionen – die russische Gemeinde hat Versorgungsprobleme. Sieben Tonnen Lebensmittel und Ausrüstung stecken an der russisch-norwegischen Grenze fest. Auf diplomatischer Ebene wird verhandelt, Russland hat höflich darum gebeten, die Versorgung zu ermöglichen, aus humanitären Gründen.

Zwei oder drei Wochen nach Beginn des Krieges erklärte unser Bergbauunternehmen in einer Mitarbeiterversammlung, dass wir nicht über den Krieg sprechen und keine Konflikte schüren sollten.

Etwa 370 Menschen leben in der russsichen Gemeinde, zwei Drittel davon Ukrainer - die meisten aus dem russischsprachigen Donbas. Die Atmosphäre auf den Inseln habe sich geändert, dass merken die Norweger deutlich.

Wir wissen natürlich von Kriegen in anderen Teilen der Welt, aber jetzt kommt er näher. Wir wissen von dem Aggressor, dass er seine Interessen in der Arktis genau im Auge behält. Da fragen sich die Menschen: Kann uns das in irgendeiner Weise betreffen?

Vor 40 Jahren lebten hier etwa 1.500 Russen, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion begann der Abstieg. Jetzt hängt der Fortbestand der russsichen Gemeinde an zwei Schiffscontainern mit Nahrung und Ersatzteilen, denn, so der so der russische Konsul, sie sind von entscheidend für die russische Präsenz auf Spitzbergen,

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