Spitzenforschung in Köln: Welche spektakulären Entdeckungen die Uni zu bieten hat

Spitzenforschung in Köln: Welche spektakulären Entdeckungen die Uni zu bieten hat

Es sind nur fünf Millimeter, die den Unterschied machen. Fünf Millimeter auf der Netzhaut im Zentrum des Auges reichen aus, damit der Mensch Farben und Konturen erkennen kann: Hier befindet sich der Gelbe Fleck, die Makula, auf dem Millionen Photozellen liegen. Bei vier bis fünf Millionen Menschen in Deutschland sind eben diese Zellen angegriffen oder gar zerstört. Sie leiden unter der trockenen oder feuchten altersabhängigen Makuladegeneration (AMD), eine der häufigsten Augenerkrankungen bundesweit.

Wer an einer AMD erkrankt, erblindet in vielen Fällen nahezu. Die Behandlungsmethoden sind nur manchmal erfolgreich. Professor Thomas Langmann von der Kölner Uniklinik forscht seit vielen Jahren, um die AMD zu stoppen. 2014 hat er mit Professor Harald Neumann von der Uniklinik Bonn ein Patent für eine neue Behandlungsmethode angemeldet, die zahlreichen Menschen die Sehfähigkeit erhalten könnte.

Nur ein Beispiel von vielen aus dem Wissenschaftsland NRW: In den vergangenen fünf Jahren wurden nach Angaben des Wirtschaftsministeriums 530 Patente von NRW-Hochschulen angemeldet. „Exzellente Forschung in Nordrhein-Westfalen findet ihren Niederschlag in vielen Patentanmeldungen“, sagt Minister Andreas Pinkwart. „Entscheidend für den Wohlstand unserer Gesellschaft ist, dass wir diese PS auch auf die Straße bringen.“ So werde Wachstum geschaffen und der Standort gestärkt. Um diesen wissenschaftlichen Schatz zu heben, der sich in den Hochschulen verbirgt, hat das Land gleich mehrere Förderprogramme auf den Weg gebracht.

Zudem haben die Hochschulen die Patentverwertungsagentur Provendis gegründet, die sich um die Umsetzung der Patente kümmert. Bei Provendis jedenfalls sieht man noch viel Potenzial in den Hochschulen. „Es gibt 30 000 Wissenschaftler, die in patentrelevanten, also technischen Bereichen, arbeiten“, erläutert Heike Huisken von Provendis. „Es gibt also noch Luft nach oben.“

Ein Besuch im Labor des Forschers Langmann am Lehrstuhl für Experimentelle Immunologie des Auges an der Uniklinik Köln zeigt, wie das Land hilft, Spitzenforschung zu entwickeln. Der 49-Jährige erläutert am Computer, was die...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta