Spitzenkandidatur: Seehofer lässt sich von der CSU zum Weitermachen bitten

Jörn Poltz
GettyImages 498137678 Seehofer


Gewöhnlich lässt Horst Seehofer keinen Zweifel daran, wer in der CSU das Sagen hat. Die Landtagsfraktion, von deren Gnade er als bayerischer Ministerpräsident eigentlich abhängt, düpierte er jüngst mit Kurswechseln in der Schulpolitik und beim Kommunalwahlrecht. In Vorstandssitzungen wird oft nur das abgenickt, was der Vorsitzende Seehofer bereits öffentlich verkündet hat. Und im Bund erfüllen die CSU-Minister nichts, was ihr Münchner Parteichef nicht billigt.

Doch wenn es um die eigene Zukunft geht, wird der 67-Jährige demütig: Ob er Bayern und die CSU auch künftig führt, solle von der Basis abhängen — und von seinem Arzt. Mit deren Rat wolle er nun über Ostern eine Entscheidung über seine künftige Rolle fällen. „Sie müssen wollen, Sie müssen können, und Sie müssen gewinnen — das ist die Maxime, die ich mir selber anlege und die ich auch an andere anlege“, erklärte Seehofer. Dafür wolle er auch noch einmal ins Volk hineinhören.

Seit Seehofer vor Jahren einen Abschied von seinen Spitzenämtern im Landtagswahljahr 2018 ins Spiel brachte, läuft das Rennen um seine Nachfolge. Doch zu Seehofers Missfallen gibt es derzeit nur einen, dem ein nennenswerter Teil der CSU-Anhänger das Format und die Energie zutraut, sein Erbe anzutreten: den 50 Jahre alten Finanzminister Markus Söder. Beide sind einander in herzlicher Abneigung verbunden.

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