111. Tour de France: Vorschau auf die 8. Etappe

Die Zielgerade ist leicht ansteigend (ANNE-CHRISTINE POUJOULAT)
Die Zielgerade ist leicht ansteigend (ANNE-CHRISTINE POUJOULAT)

Semur-en-Auxois - Colombey-les-Deux-Eglises (183,4 km)

Ein Sprintsieg oder eine erfolgreiche Flucht? Die 8. Etappe der 111. Tour de France liefert zwei mögliche Szenarien. Der 183,4 km lange Kurs zwischen Semur-en-Auxois und Colombey-les-Deux-Eglises ist wellig und bietet Ausreißern mit fünf gewerteten Anstiegen, davon zwei der dritten Kategorie, genügend Möglichkeiten für erfolgreiche Attacken. Die Sprinterteams werden viel Energie aufwenden müssen, um das Feld rechtzeitig zusammenzuführen.

Gelingt dies, kommt das Finale Sprintern mit Bergaufqualitäten entgegen. Der Belgier Wout van Aert oder Etappensieger Biniam Girmay dürften sich einschalten, klassische Sprinter wie Mark Cavendish sind auf dem leicht ansteigenden Schlusskilometer im Nachteil.

In Semur-en-Auxois macht die Tour zum zweiten Mal nach 2007 Station. Bekannteste Einwohnerin der Geschichte ist Emilie du Chatelet, die in erheblichem Maße Anteil an der Entwicklung der wissenschaftlichen Denkweise in Frankreich hatte und mehr war als nur eine Geliebte des Philosophen und Schriftstellers Voltaire.

Das kleine Colombey-les-Deux-Eglises, erstmals Etappenort, wurde bekannt durch Charles de Gaulle, der auf seinem langjährigen Landwohnsitz La Boisserie freie Tage verbrachte und dort am 9. November 1970 starb.