"Alles wird gut": Klopp stimmt Liverpool auf Zeitenwende ein

Wurde noch einmal gefeiert: Jürgen Klopp (PAUL ELLIS)
Wurde noch einmal gefeiert: Jürgen Klopp (PAUL ELLIS)

Jürgen Klopp klopfte sich voller Dankbarkeit auf die Brust, er marschierte ein letztes Mal mit einem breiten Grinsen durch das Spalier seiner Spieler - und schwor seinen FC Liverpool dann auf den Beginn einer neuen Zeitrechnung ein. "Es fühlt sich nicht wie ein Ende an, es fühlt sich wie ein Anfang an", sagte der scheidende Teammanager und versprach: "Wenn man es mit der richtigen Einstellung angeht, wird alles gut."

Die Fans, die Klopp binnen kurzer Zeit von "doubters" (Zweiflern) in "believers" (Glaubende) verwandelte, dürften nun nicht ihren Glauben verlieren. "Dieser Klub ist vielleicht im besten Zustand jemals", sagte der 56-Jährige nach seinem letzten Spiel als Coach der Reds. Die "Basics" seien "zu 100 Prozent" da, Klopp nannte das Team "voller Talent, mit jungen Spielern, mit Kreativität und Gier". Und er hob seinen Nachfolger Arne Slot hervor.

"Stellt euch vor, die nächste Saison startet und ihr wartet nicht ab, was passiert. Ihr begrüßt den neuen Trainer so, wie ihr mich begrüßt habt. Ihr geht 'all in' ab dem ersten Tag", forderte Klopp, der im roten "I'll Never Walk Alone Again"-Hoodie während seiner emotionalen Ansprache zudem bereits "Arne Slot"-Gesänge anstimmte. Der Niederländer kommt von Feyenoord Rotterdam.

Die Fans feierten aber vor allem Klopp, der in neun Jahren mit Liverpool unter anderem 2019 die Champions League und 2020 die Premier League gewann. "Seit heute bin ich einer von euch. Ich liebe euch über alles", rief der frühere Dortmunder Coach, er werde als Fan ein "believer" bleiben. Auf dem Rasen flossen noch keine Tränen bei Klopp, aber es werde ihm im Laufe des Abends "auch noch passieren, weil ich die Menschen vermissen werde".

Zum Dank erhielt Klopp zudem Miniaturausgaben aller Pokale, die er mit dem FC Liverpool gewann. Auf seiner letzten Ehrenrunde nach dem 2:0 (2:0)-Erfolg gegen die Wolverhampton Wanderers im Stadion an der Anfield Road boxte er immer wieder mit seiner berühmten "Klopp-Faust" in die Luft. In einer Woche ist auch noch eine Abschiedszeremonie geplant.