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Asien-Cup: Jordanien träumt gegen Katar vom großen Wurf

Jordanien gilt als Außenseiter im Finale gegen Katar (Noushad Thekkayil)
Jordanien gilt als Außenseiter im Finale gegen Katar (Noushad Thekkayil)

80.000 Fans gegen sich, auf dem Papier krasser Außenseiter - und doch voller Mut: Das Überraschungsteam Jordanien träumt vor dem Finale des Asien-Cups gegen Gastgeber und Titelverteidiger Katar vom ganz großen Wurf. Sein Team werde mit "einem Herzen und einer Seele" spielen, sagte Verteidiger Salem Al-Ajalin vor dem Showdown am Samstag (16.00 Uhr).

Für Jordanien wird die Partie im Lusail-Stadion, wo 419 Tage zuvor Argentinien mit Lionel Messi Weltmeister geworden war, die mit Abstand wichtigste der Geschichte. Zu einer WM hat es das Königreich noch nie geschafft, größter Erfolg waren bislang die Viertelfinal-Teilnahmen beim Asien-Cup 2004 und 2011. Nun steht die Nummer 87 der FIFA-Weltrangliste sogar im Endspiel - ein Sieg gegen die Nummer 58 der Welt wäre eine große Überraschung.

Genau dafür hat Jordanien aber alle Hebel in Bewegung gesetzt. Die Familien der Spieler wurden nach dem 2:0 im Halbfinale gegen das von Jürgen Klinsmann trainierte Südkorea eingeflogen. "Das Erreichen des Finales ist großartig, und daher ist es schön, unsere Familien bei uns zu haben. Das spornt uns an", sagt Ajalin.

Jordaniens marokkanischer Trainer Hussein Ammouta kann aus dem Vollen schöpfen, auch die gegen Südkorea so starken Angreifer Yazan Al-Naimat und Mousa Al-Tamari sind dabei. "Alle Spieler sind fit und bereit", sagte Ammouta und fügte hinzu: "Das Spiel wird eher ein technisches als ein physisches Spiel werden."

Gegner Katar wiederum will es nach dem frühen Aus bei der Heim-WM 2022 allen Kritikern zeigen. "Einen Monat vor dem Asien-Cup hätte niemand gedacht, dass wir das Finale erreichen - und niemand hätte gedacht, dass wir solche Leistungen erbringen. Und jetzt sind wir hier", sagte Kapitän Hassan Al-Haydos.

Katar hatte 2019 seinen ersten Titel in Asien gewonnen, zuvor hatte es nie auch nur zum Halbfinale gereicht. Nun steht nur noch das Überraschungsteam aus Jordanien dem zweiten Coup in Folge im Weg.