Basketball: Berlin "klaut" Bayern Heimvorteil

Enttäuscht: Bayern-Coach Pablo Laso (IMAGO/Kirchner/David Inderlied)
Enttäuscht: Bayern-Coach Pablo Laso (IMAGO/Kirchner/David Inderlied)

Basketball-Pokalsieger Bayern München ist im zweiten Play-off-Finale um die Meisterschaft gegen Ex-Champion Alba Berlin auf dem Weg zum Double etwas unerwartet gestolpert. Durch eine 70:79 (32:39)-Pleite in eigener Halle musste das Team des spanischen Erfolgscoaches Pablo Laso in der Best-of-five-Serie 48 Stunden nach seinem Auftakterfolg den 1:1-Ausgleich hinnehmen.

In den nächsten beiden Duellen am Mittwoch (20.30 Uhr) und Freitag (18.00/beide Dyn) hat Berlin gegen den favorisierten Hauptrundensieger Heimrecht und kann mit zwei Erfolgen vor eigenen Fans sein zwölftes Meisterstück perfekt machen.

"Wir haben das meiste von dem, was wir uns vorgenommen haben, ab Mitte der ersten Halbzeit umsetzen können. Dann haben wir außerdem gemerkt, dass die Bayern müde werden und wir dieses Mal die notwendige Energie haben", kommentierte Berlins in die Mannschaft zurückgekehrter Weltmeister Johannes Thiemann im Dyn-Interview den Erfolg des Hauptstadt-Vereins: "Wir werden nach diesem Sieg mit der gleichen Energie in Spiel drei gehen."

München knüpfte zunächst an seine Leistung aus dem ersten Finale an und zog in der ersten Halbzeit zwischenzeitlich schon auf 13 Punkte davon - ehe der Faden bei den Hausherren riss. Die Albatrosse nutzten die unverhoffte Schwäche der Bayern zur vorübergehenden Wende und konnten ihre Pausenführung im zweiten Spielabschnitt zunächst auf zwölf Zähler ausbauen.

Die Gastgeber fanden nur schwerlich zurück ins Spiel, kämpften sich aber dennoch wieder bis auf vier Punkte (56:60) heran. Danach aber setzte die Mannschaft von Alba-Coach Israel Gonzalez unwiderstehlich zum entscheidenden Schlussspurt an.

Berlins erfolgreichste Werfer waren Matt Thomas mit 21 Punkten und Sterling Brown mit 17 Zählern. In Münchens Team verbuchte Carsen Edwards bei der insgesamt zweiten Heimniederlage der Bayern in den Play-offs der laufenden Bundesliga-Saison mit 17 Punkten die höchste Ausbeute.