Basketball: Chemnitz im Europe-Cup-Finale

Mit Chemnitz im Finale: Niners-Coach Rodrigo Pastore (IMAGO/Alexander Trienitz)
Mit Chemnitz im Finale: Niners-Coach Rodrigo Pastore (IMAGO/Alexander Trienitz)

Basketball-Bundesligist Niners Chemnitz darf im Europe Cup von seinem ersten Titelgewinn träumen. Trotz eines 73:82 (36:39) im Halbfinalrückspiel gegen Bilbao Basket erreichten die Sachsen nach ihrem 98:73-Hinspielsieg in Spanien die Finals. In den Endspielen um Europas viertwichtigste Vereinstrophäe (17. und 24. April) trifft Chemnitz auf Bahcesehir Istanbul (81:73 gegen Pallacanestro Varese nach 80:81).

Chemnitz kann dabei zum dritten Europe-Cup-Gewinner avancieren. Bislang trugen sich 2004 der Mitteldeutsche BC und 2016 die Frankfurt Skyliners in die Siegerliste des Wettbewerbs ein.

Insgesamt feierten in der Geschichte der Basketball-Europapokale fünf deutsche Mannschaften einen Titel. Erst im vergangenen Jahr hatte Vizemeister Telekom Baskets Bonn die Champions League gewonnen. Erster Sieger in einem Europapokal-Wettbewerb war 1995 der frühere Serienmeister Alba Berlin im damaligen Kovac-Cup. Dazwischen gewann die BG Göttingen 2010 die Euro Challenge.

Für Chemnitz stand gegen Bilbao aufgrund seines beruhigenden 25-Punkte-Polsters aus dem ersten Vergleich die Kontrolle des Geschehens im Vordergrund. Entsprechend sorgte auch die knappe Pausenführung der Basken nicht wirklich für Sorgenfalten auf der Stirn von Niners-Coach Rodrigo Pastore.

Im zweiten Abschnitt geriet der Finaleinzug des Bundesliga-Zweiten auch zu keinem Zeitpunkt mehr in Gefahr, auch wenn die Hausherren in der Schlussphase nachlässiger agierten. Erfolgreichster Niners-Werfer war Kaza Kajami-Keane mit zwölf Punkten.