BBL: Bayern stolpern gegen Heidelberg

Heidelberg gelingt Überraschung (IMAGO/Eibner-Pressefoto/Stefan Mayer)
Heidelberg gelingt Überraschung (IMAGO/Eibner-Pressefoto/Stefan Mayer)

Bayern München ist in der Basketball Bundesliga (BBL) böse ausgerutscht und erstmals seit sechs Wochen wieder leer ausgegangen. Nach zuvor fünf Siegen in Serie verlor der Pokalsieger in der Mannheimer SAP Arena am Sonntagnachmittag völlig überraschend gegen den Abstiegskandidaten MLP Academics Heidelberg 82:89 (44:42), die Gastgeber waren für das besondere Spiel in die große Arena umgezogen. 9796 Zuschauer erlebten den Coup der Academics.

Die Niners Chemnitz konnten die Niederlage nicht nutzen. Bei der BG Göttingen unterlag der Verfolger mit 99:100 (89:89, 5l:37) nach Verlängerung. Die Chemnitzer, für die es unter der Woche um den Titel im FIBA Europe Cup geht, stehen mit einer 23:6-Bilanz weiter hinter den Bayern (23:5). Alba Berlin (22:5) schlug die Bamberg Baskets am Abend 98:92 (45:43) und ist neuer Zweiter.

"Heidelberg hat unfassbar hart gekämpft. Wir hatten Schwierigkeiten, die Intensität zu matchen", sagte Bayern-Profi Elias Harris bei Dyn: "Wir müssen uns an die eigene Nase packen, uns hinterfragen."

Für den FC Bayern, der sein Play-off-Ticket seit dem vergangenen Wochenende in der Tasche hat, war die Auswärtsniederlage eine herbe Enttäuschung. Bester Werfer im Team von Trainer Pablo Laso war am 29. Spieltag Harris mit 19 Punkten. Bei den Academics hießen die Topscorer Jeffrey Carroll und Justin Jaworski (je 21), Nationalspieler Paul Zipser, der von den Münchnern an Heidelberg ausgeliehen ist, kam auf sechs Punkte. "Es war ein großer Sieg gegen eine großen Klub. Das war ein großer Schritt für uns", sagte Carroll.

Heidelberg spielte zum zweiten Mal in der SAP Arena. Am 27. Dezember 2022 hatten die Bayern bei der Premiere dort knapp gewonnen (87:84), auch diesmal war es spannend. Im Schlussviertel zogen die MLP Academics mit einem 11:2-Lauf davon (82:72/39. Minute), die Bayern hatten keine Antwort mehr.

Überhaupt nicht spannend machte es ratiopharm Ulm. Der Meister schlug den Syntainics MBC aus Weißenfels 106:79 (50:33). Fünf Ulmer punkteten zweistellig, als Topwerfer kamen Justinian Jessup und Nationalspieler Robin Christen auf jeweils 14 Punkte. Der Titelverteidiger feierte den 20. Sieg im 29. Saisonspiel.