BBL-Play-ins: Bonn fordert Alba - Hamburg bleibt im Rennen

Bonn um Harald Frey (r.) überrennt Ludwigsburg (IMAGO/Jürgen Schwarz)
Bonn um Harald Frey (r.) überrennt Ludwigsburg (IMAGO/Jürgen Schwarz)

Vizemeister Telekom Baskets Bonn hat sich in den neu eingeführten Play-ins der Basketball Bundesliga (BBL) nach einer ganz starken Vorstellung durchgesetzt und fordert im Play-off-Viertelfinale Alba Berlin. Bonn, Tabellensiebter der Hauptrunde, schlug den Achten MHP Riesen Ludwigsburg in eigener Halle 90:69 (51:25), über einen Umweg schaffte es der Champions-League-Sieger von 2023 doch noch in die Meisterrunde.

"Es ist eine gute Gruppe. Alle können punkten. Es war ein großartiger Teamsieg", sagte Bonns Topscorer Brian Fobbs bei Dyn. Die Mannschaft werde den Sieg feiern, schon ab Mittwoch gelte der Fokus aber Berlin.

Ludwigsburg bekommt eine zweite Chance. Am Donnerstag (20.00 Uhr/Dyn) spielen die MHP Riesen zu Hause gegen die Veolia Towers Hamburg um den Einzug in die erste Play-off-Runde. Die Hamburger, Zehnter der Hauptrunde, hatten sich im ersten Play-in-Spiel der BBL-Geschichte beim früheren deutschen Meister Oldenburg mit 93:81 (46:47) durchgesetzt. Die EWE Baskets (9.) sind gescheitert.

Die BBL war dem Vorbild NBA gefolgt und hatte zu dieser Saison ein Play-in-Turnier eingeführt. Bonn spielt ab Freitag gegen Alba (2.). Zwischen Hamburg und Ludwigsburg entscheidet sich, wer ab Samstag gegen Bayern München (1.) antreten darf.

Die Hamburger setzten sich zu Beginn der zweiten Hälfte durch einen 13:4-Lauf ab (62:51/24. Minute). Für Oldenburg mit Trainer Pedro Calles, von 2020 bis 2022 bei den Towers an der Seitenlinie, wurde der Rückstand anschließend noch größer. Hamburg um Topscorer Vincent King (24 Punkte) brachte den Vorsprung sicher über die Zeit.

In Bonn dominierten die Gastgeber in der ersten Hälfte, Ludwigsburg hatte nichts dagegenzusetzen. Der Rückstand wurde zwar nach der Pause kleiner, Spannung kam keine auf. Fobbs (20 Punkte) und Thomas Kennedy (18) waren die besten Werfer der Bonner.