Brasilianischer Verband stoppt Ligabetrieb nach Flut

Schlammige Wassermassen umgeben das Stadion von Gremio (CARLOS FABAL)
Schlammige Wassermassen umgeben das Stadion von Gremio (CARLOS FABAL)

Der brasilianische Fußballverband CBF hat wegen der Flutkatastrophe im Süden des Landes den Ligabetrieb in der Serie A zunächst für zwei Spieltage ausgesetzt. Nach den nun schon über zwei Wochen anhaltenden Regenfällen stehen weite Teile des Großraums Porto Alegre unter Wasser. Auch die Stadien der dort beheimateten Klubs Internacional und Gremio waren überflutet.

Zuvor hatten sich 15 der 20 Erstligisten, darunter auch Juventude aus der ebenfalls betroffenen Stadt Caxias do Sul, für die Pause ausgesprochen. Das Trio aus dem Bundesland Rio Grande do Sul hatte seine letzten Spiele Ende April bestritten, weil auch der Flughafen von Porto Alegre seit dem 3. Mai geschlossen ist. Für Ende Mai ist ein Treffen zwischen CBF und allen Ligaklubs anberaumt, um weitere Maßnahmen abzusprechen.

Heftige Niederschläge hatten im Süden Brasiliens in über 400 Gemeinden zu Erdrutschen und Überschwemmungen geführt. Bis Dienstag zählten die Behörden 149 Tote und 112 noch vermisste Personen. Über 500.000 Menschen konnten noch nicht in ihre Wohnungen zurück.