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Sammer zerpflückt BVB-Duo

Matthias Sammer hat während der klaren Niederlage gegen Paris Saint-Germain zwei Offensivspieler von Borussia Dortmund kritisiert. Der Berater des BVB stellte die Einstellung von Donyell Malen und Karim Adeyemi infrage.

Zunächst wollte Sammer das Duo in seiner Rolle als TV Experte bei Amazon Prime namentlich nicht nennen, sagte in der Halbzeitpause dann aber dennoch recht unmissverständlich: „Was mir nicht gefällt, da vorne die Beiden: Du kannst Fehlpässe spielen. Aber komm‘ doch wieder sofort in die Grundordnung!“

Dortmund-Trainer Edin Terzic hatte beim 0:2 in Paris überraschend zunächst auf seine drei Mittelstürmer Sébastien Haller, Niclas Füllkrug und Youssoufa Moukoko verzichtet und Adeyemi und Malen in vorderster Front aufgeboten.

Sammer schimpft über BVB-Duo: „Schlechte Signale“

„Was mir total missfällt: Wenn du einen Fehler machst und sagst: Ich muss erst mal eine Minute in mich gehen. Das sind einfach schlechte Signale“, schimpfte Sammer: „Das ist einfach nicht gut und das muss aufhören.“

Brisant: In der vergangenen Saison hatte Sammer auch am damaligen BVB-Profi Jude Bellingham scharfe Kritik geübt, was bei den Bossen in Dortmund nicht allzu gut angekommen war.

„Brutalität des Leistungssports“

Nach Abpfiff der Partie holte Sammer, der sich auch über die Leistung des Schiedsrichters beschwerte, mit seiner Analyse dann noch ein bisschen weiter aus - sprach aber nicht mehr über einzelne Spieler: „Willkommen in der Brutalität des Leistungssports!“ Paris habe „heute mehr gemacht! Die waren giftiger, die haben die Zweikämpfe angenommen.“

Er bitte darum, sich dieses Spiel anzuschauen und „nicht irgendwelchen Blödsinn posten, sondern sich an den Besten orientieren. Natürlich haben die 350 Millionen ausgegeben, aber trotzdem spielst du elf gegen elf.“

Nicht zum ersten Mal in den letzten Wochen machte Sammer ein generelles Problem in Deutschland aus: „Also erstmal, deutscher Fußball: Halte wieder dagegen. Und, diese Brutalität muss man zum Ausdruck bringen, sind wir einfach zumindest heute, aber insgesamt einfach nicht gut genug.“