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Dürr enttäuscht - und darf sich trotzdem freuen

Entäuscht beim Weltcup-Finale: Lena Dürr (Joe Klamar)
Entäuscht beim Weltcup-Finale: Lena Dürr (Joe Klamar)

Skirennläuferin Lena Dürr ist trotz eines enttäuschenden Resultats im letzten Slalom der Saison ein krönender Abschluss ihres bislang besten Winters im Weltcup gelungen. Als 15. sammelte sie beim Finale im österreichischen Saalbach-Hinterglemm gerade noch so viele Punkte, um sich in der Gesamtwertung an der verletzten Olympiasiegerin Petra Vlhova (Slowakei) vorbei auf den zweiten Rang zu schieben.

Dürrs Abschlussplatzierung in die beste einer deutschen Slalom-Läuferin seit 2011, als Maria Höfl-Riesch sogar die kleine Kristallkugel gewann. "Das war leider gar nichts. Mit dem Tag kann ich gar nicht zufrieden sein", sagte die 32 Jahre alte WM-Dritte, betonte aber zu Recht, dass sie mit der gesamten Saison "doch sehr zufrieden" sei. Alles in allem sei der Winter "sehr cool" gewesen, "Platz zwei macht mich schon stolz".

Die lange verletzte Skikönigin Mikaela Shiffrin (USA) hatte bereits seit dem vergangenen Wochenende als Siegerin in der Slalom-Wertung festgestanden. Auf der Piste für die WM 2025 schloss sie ihre Saison nun mit dem 97. Weltcupsieg und der insgesamt 16. Kristallkugel ab. Die Plätze zwei und drei belegten Mina Fürst Holtmann aus Norwegen (+0,54 Sekunden) und die nach dem ersten Lauf in Führung liegende Anna Swenn Larsson aus Schweden (+0,63).

Dürr musste lange um den angestrebten zweiten Platz in der Gesamtwertung zittern. Da beim Weltcup-Finale nur Punkte bis Rang 15 vergeben werden, profitierte die Münchnerin am Ende vom Ausscheiden nach ihr gestarteter Läuferinnen. "Ich hätte es lieber anders geregelt", sagte sie, "aber ich habe mich mit den Pistenbedingungen schwer getan. Wenigstens hat es zum zweiten Platz gereicht."