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Dreierpack von Füllkrug: BVB schlägt Bochum

Niclas Füllkrug beschert Dortmund den Sieg (IMAGO/Eibner-Pressefoto/Bahho Kara)
Niclas Füllkrug beschert Dortmund den Sieg (IMAGO/Eibner-Pressefoto/Bahho Kara)

Dank Dreierpacker Niclas Füllkrug hat Borussia Dortmund den dritten Sieg nacheinander gefeiert und die Aufholjagd in der Fußball-Bundesliga fortgesetzt. Der Nationalspieler machte beim 3:1 (1:1) im Derby gegen den VfL Bochum den Unterschied und sorgte dafür, dass das Eigentor von Nico Schlotterbeck (45.) zum zwischenzeitlichen Ausgleich nicht ins Gewicht fiel.

Dortmund überflügelte in der Tabelle RB Leipzig und ist nun Vierter. Spielerisch lief beim BVB aber längst nicht alles zusammen. Bochum kassierte die erste Niederlage im neuen Jahr, liegt aber noch komfortable acht Punkte vor dem Relegationsplatz.

Füllkrug (7.) verwandelte schon früh einen Foulelfmeter zur Führung, zuvor hatte Bochums Torhüter Manuel Riemann den Dortmunder Donyell Malen zu Fall gebracht. Kurz vor der Pause lenkte Schlotterbeck den Ball ins eigene Tor zum Ausgleich, dann schlug erneut Füllkrug (72.) zu. Mit einem weiteren Foulelfmeter (90.+1) setzte der Ex-Bremer auch den Schlusspunkt.

Gleich der erste gefährliche Dortmunder Angriff führte zum Elfmeter: Anders als beim jüngsten Erfolg in Köln (4:0), als Jadon Sancho einen Strafstoß schießen wollte und Füllkrug dem Rückkehrer den Wunsch verwehrte, gab es diesmal keine Diskussionen zwischen den Spielern. Füllkrug trat an - und verwandelte sicher.

Mit der Führung im Rücken spielte Dortmund nicht mehr mit Vehemenz nach vorne, sondern versuchte die Bochumer zu locken, um bei Gegenangriffen das Tempo von Malen, Nationalspieler Youssoufa Moukoko, der erstmals in dieser Saison von Beginn an stürmte, oder Sancho zu nutzen.

Für Gefahr sorgte der BVB aber zunächst nicht mehr - dafür mangelte es an Tempo und Präzision. Dennoch hatte Dortmund das Spiel fest im Griff, Bochum kam zunächst nicht in die Nähe des BVB-Tores. In diesem stand am Sonntag Alexander Meyer, der den erkälteten Stammkeeper Gregor Kobel vertrat.

Der Ersatzmann musste aber erst in der 33. Minute eingreifen, als ein Bochumer Zuspiel in die Spitze abfing. Ansonsten beteiligte sich Meyer immer wieder am Aufbauspiel des BVB. Bezeichnend für die Bochumer Harmlosigkeit in dieser Phase: Ein als Torschuss gedachter Abschluss von Christopher Antwi-Adjei landete im Seitenaus (34.).

Besser machte es Marcel Sabitzer (36.), dessen Freistoß Riemann stark abwehrte. Dortmund ließ es weiter gemütlich angehen - und lud den VfL zum Ausgleich ein. Niklas Süle verlor den Ball im Spielaufbau, und Schlotterbeck lenkte die harmlose Hereingabe von Patrick Osterhage ins eigene Tor. Torhüter Meyer hätte den Ball problemlos aufnehmen können.

Wer nach der Pause eine wütende Antwort des BVB erwartet hatte, wurde zunächst enttäuscht. Stattdessen vergaben Osterhage (51.) und Antwi-Adjei (59.) Chancen auf die Bochumer Führung. Auf der Gegenseite traf Moukoko (60.) den Pfosten.

Dortmund versuchte nun, Druck aufzubauen. Oft spielten Malen, Sancho und Co. aber zu kompliziert. Füllkrug traf per Kopf.