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Ex-NHL-Goalie tot in Badewanne aufgefunden

Ex-NHL-Goalie tot in Badewanne aufgefunden
Ex-NHL-Goalie tot in Badewanne aufgefunden

Dieser Fall ist mysteriös! Ex-NHL-Goalie Roman Cechmanek wurde am Sonntagnachmittag tot in der Badewanne in seiner Mietwohnung in Vsemina aufgefunden. Der 52-Jährige hinterlässt seine Tochter Katerina und seine Söhne Jakub und Roman. Letzterer soll sogar, laut Cechmaneks ehemaligem Mitspieler Radim Tesarik, den schrecklichen Fund gemacht haben. Dies berichtete die tschechische Tageszeitung Sport.

Doch der Fall wirft immer noch Fragen auf. Laut jetzigem Ermittlungsstand schließt die Polizei eine Fremdeinwirkung aus. Polizeisprecherin Monika Kozumplikova erklärte: „Da der Gerichtsmediziner die Todesursache vor Ort nicht feststellen konnte, wurde eine gerichtsmedizinische Autopsie angeordnet. Die Polizeibeamten haben ein Verschulden am Tod ausgeschlossen.“

Erst am Samstag meldete sich der Tscheche für ein Jugendspiel von Uherske Hradiste, die er als Trainer betreute, krank. „Wir haben am Samstag noch über Eishockey gesprochen. Er sagte, dass es ihm schlecht geht. Am Sonntag sollte er mit seinen Kindern zu einem weiteren Spiel in Koprivnice fahren, aber er reagierte weder auf Nachrichten noch auf Anrufe“, sagte der Vorsitzende des Vereins, Miroslav Stavjana.

Die Todesursache ist aktuell noch unbekannt. Ein Herzinfarkt oder eine Überdosis Drogen sollen Gerüchten zufolge derzeit am wahrscheinlichsten sein.

Aus Tschechien in die weite Welt

Seine Profikarriere begann er bei seinem Heimatverein TJ Gottwaldov, wo er erste Erfahrungen in der höchsten Spielklasse der Tschechoslowakei sammelte. Erst in der Saison 1993/94 wurde er bei seinem neuen Verein HC Vsetín regelmäßig eingesetzt und verhalf dem Klub zu fünf Meisterschaften in Folge. Bereits nach seiner ersten Saison wurde der damals 23-Jährige für die tschechische Nationalmannschaft nominiert und gewann dreimal die Goldmedaille bei Weltmeisterschaften.

Als bei den Olympischen Spielen 1998 in Nagano, Japan, erstmals NHL-Spieler teilnahmen, wurde er als zweiter Torwart hinter der tschechischen Legende Dominik Hasek nominiert. Die Mannschaft triumphierte bei Olympia und schloss das Turnier überraschend mit der Goldmedaille ab.

Ab 2000 spielte der Tscheche drei Jahre in der NHL für die Philadelphia Flyers, ehe er 2003 für eine Saison zu den Los Angeles Kings wechselte. Nach einer einjährigen Rückkehr in seine Heimat spielte er für ein Jahr in der DEL für die Hamburg Freezers. Nach seinem Tod schrieben die Flyers auf X, ehemals Twitter: „Die Philadelphia Flyers sind sehr traurig über den Tod des ehemaligen Torwarts Roman Cechmanek. Unsere Gedanken und Gebete sind in dieser schweren Zeit bei seiner Familie.“

Trauriger Abgang eines einstigen Stars

Während seiner Karriere verdiente der Torwart offiziell 8,5 Millionen in der NHL und vermutlich weitere Millionen bei seinen weiteren Stationen. Nach seinem Karriereende 2009 handelte er mit Wein und Immobilen und baute anschließend eine kleine Brauerei in Zlín, wo auch seine Profikarriere begann - doch der Plan scheiterte.

Im Wissen, seine Schulden nicht zurückzahlen zu können, lieh er sich Geld bei Banken und Teamkollegen. Nach einem jahrelangen Rechtsstreit verkündete das Oberste Gericht in Olomouc im Juni seine Entscheidung: drei Jahre Gefängnisstrafe, die für fünf Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurden.

Nun ist Cechmanek im Alter von 52 Jahren verstorben.