FC Bayern: Eberl fordert Vereinsbosse zu Geschlossenheit auf

Fordert Zusammenhalt: Max Eberl (r.) (MICHAELA STACHE)
Fordert Zusammenhalt: Max Eberl (r.) (MICHAELA STACHE)

Sportvorstand Max Eberl hat die Vereinsführung des FC Bayern nach den Wirrungen bei der Trainersuche zu Zusammenhalt und einem Neustart aufgerufen. Man habe jetzt die Chance, "einen Schlussstrich zu ziehen. Wir können nur erfolgreich sein, wenn wir zusammenstehen. Wir haben jetzt eine Chance, ein paar Dinge zurückzurudern und eine Einheit zu werden", sagte Eberl bei der Präsentation von Vincent Kompany.

Die Münchner hatten bei der zunehmend verzweifelten Suche nach einem Nachfolger für Thomas Tuchel kein gutes Bild abgegeben. Eberl hatte sich schon vor Wochen irritiert gezeigt, dass bei oder nach den Verhandlungen mit möglichen neuen Trainern immer wieder Informationen oder Aussagen öffentlich gespielt worden waren. Er kenne das "ein bisschen anders. Normal spricht man hinter verschlossenen Türen."

Der Rekordmeister bewegt sich in einem Spannungsfeld mit Eberl und Sportdirektor Christoph Freund auf der einen Seite und den Aufsichtsräten Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge auf der anderen. Beide mischen sich immer wieder ins operative Geschäft ein. Dazwischen bewegen sich noch Vorstandschef Jan-Christian Dreesen und Präsident Herbert Hainer.

Eberl versprach Kompany die volle Unterstützung, nachdem die Münchner in den vergangenen Jahren eine hohe Trainer-Fluktuation gehabt hatten (Carlo Ancelotti, Jupp Heynckes, Niko Kovac, Hansi Flick, Julian Nagelsmann, Thomas Tuchel). "Für uns ist der Trainer das wichtigste Rädchen. Aber er ist nicht alleine. Wir müssen ihn begleiten, da er eine unfassbare Persönlichkeit hat", forderte Eberl. Das sei eine Chance für einen "neuen Weg, neue Energie, neue Power und hoffentlich neuen Erfolg".