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FDP-Politikerin will Aufschub des strengen Neubaustandstandards EH40

BERLIN (dpa-AFX) -Die FDP-Bundestagsabgeordnete Sandra Weeser hat eine Aussetzung oder wenigstens einen Aufschub des Effizienzhausstandards EH40 gefordert. Der vergleichsweise strenge Standard, der besagt, dass ein Gebäude nur 40 Prozent der Energie verbraucht, die ein Standardhaus benötigt, sei sehr teuer, spare aber "nur marginal mehr Emissionen" ein als der EH55-Standard, sagte die Vorsitzende des Bauausschusses im Bundestag der "Welt". "Deshalb ist auch eine Aussetzung, mindestens aber ein Aufschub des Neubaustandards EH40 sinnvoll. Aufgrund der Baukostenexplosion und dem begrenzten Nutzen für das übergeordnete Ziel des Klimaschutzes."

Zuvor hatte sich bereits Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) darüber beklagt, dass immer schärfere Dämmvorschriften das Bauen verteuert hätten. Spätestens ab dem Effizienzstandard EH55 sei fraglich, ob Kosten und eingesparte Energie in einem sinnvollen Verhältnis stünden, sagte Geywitz. Auch die nordrhein-westfälische Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) teilte Geywitz' Zweifel. Die Ampel will laut Koalitionsvertrag ab 2025 für Neubauten den noch schärferen Standard EH40.