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Felix Loch: "Manchmal lässt man kein Fettnäpfchen aus"

Felix Loch kann mit der Außenseiterrolle gut Leben (IMAGO/Fotostand / Wassmuth)
Felix Loch kann mit der Außenseiterrolle gut Leben (IMAGO/Fotostand / Wassmuth)

Nach jahrelanger Dominanz kann Rodel-Ass Felix Loch mit der Rolle als Außenseiter bei der Heim-WM in Altenberg (26. bis 28 Januar) gut leben. "Die macht mir gar nichts. Ich sehe das alles über die Jahre deutlich entspannter als früher, was alles einfacher macht", sagte der 14-malige Weltmeister dem Münchner Merkur/tz (Donnerstagausgabe): "Es ist schön, wenn man mal nicht der Top-Favorit ist."

Loch steckt in einer schwierigen Saison. "Manchmal lässt man im Sport kein Fettnäpfchen aus, gerade in Amerika war jeder Lauf ein Kampf, weil ich mich nicht auf den Schlitten verlassen konnte", sagte der 34-Jährige. Aber es könne "im Sport nicht immer nur bergauf gehen. Manchmal muss es ein paar Schritte zurückgehen – bevor es wieder nach vorne gehen kann."

In Sachen Fitness gibt es keine Probleme. "Ich fühle mich frisch. Körperlich und gesundheitlich passt es sehr, sehr gut", so Loch: "Meine Startzeiten sind so gut wie selten zuvor – da sieht man noch nicht, dass ich älter bin als viele andere."

Die aktuelle Saison sei nicht schwer, sondern "interessant und lehrreich. Wir drehen an verschiedenen Schaltern, Stück für Stück." Doch der Spaß komme wegen der Ergebnisse etwas kurz: "Der Blick auf die Anzeigentafel ist schon oft enttäuschend. Mich wurmt es, wenn ich nicht auf dem Stockerl stehe."

Dass mittlerweile sein Teamkollege Max Langenhan dominiert, sieht Loch durchaus positiv. "Er hat aktuell die erste Saison, in der er komplett durchstarten kann. Ich freue mich, dass wir endlich wieder jemanden haben, der konstant vorne reinfahren kann – so wie ich das über viele Jahre gemacht habe. Es gibt nicht den Hauch einer Tendenz in Richtung Neid."