Final Four: Gislason traut deutschen Teams viel zu

Freut sich auf das Final Four: Alfred Gislason (Ronny Hartmann)
Freut sich auf das Final Four: Alfred Gislason (Ronny Hartmann)

Magdeburg ist "Favorit", Kiel "eher Underdog": Für Alfred Gislason ist die Ausgangslage vor dem Final Four in der Champions League klar. Der Bundestrainer, der mit beiden Teams schon die Königsklasse gewann, traut beiden deutschen Startern beim Finalturnier in Köln den Sprung auf Europas Handball-Thron zu.

Meister und Pokalsieger SC Magdeburg sei für ihn "noch vor dem FC Barcelona" der Top-Kandidat auf die Krone, sagte Gislason den Kieler Nachrichten: "Sie sind super eingespielt, spielen eine tolle Saison."

Doch der Isländer warnt davor, den in dieser Saison noch titellosen THW Kiel zu unterschätzen. "Ihr letzter Titel kam auch überraschend. Ich hoffe auf eine Reaktion im Halbfinale gegen Barcelona", so Gislason: "Die Kieler könnten mit einem erfolgreichen Final Four die gesamte Saison gutmachen.“

Im ersten Halbfinale trifft Magdeburg am Samstag (15.00 Uhr) auf den dänischen Meister Aalborg um den Ex-Kieler Niklas Landin, Kiel bekommt es anschließend mit dem Königsklassen-Rekordchampion FC Barcelona (18.00 Uhr) zu tun. Das Endspiel wird am Sonntag (18.00 Uhr/alle DAZN und Dyn)ausgetragen.

Magdeburg hatte die Champions League unter Gislason 2002 als erstes deutsches Team gewonnen. Kiel errang den renommiertesten Titel im europäischen Klubhandball bereits viermal (2007, 2010, 2012 und 2020). 2010 und 2012 unter dem heutigen DHB-Coach.

Am kommenden Wochenende schlagen zwei Herzen in Gislasons Brust. "Klar, wenn der SC Magdeburg spielt, drücke ich dem SCM die Daumen", sagte er: "Es sei denn, sie spielen gegen den THW Kiel. Auf jeden Fall ist es schön, dass zwei deutsche Mannschaften in Köln dabei sind und mit ihnen auch einige meiner Nationalspieler."

Für die, insgesamt vier sind es, ist es vor der Nominierung des Olympiakaders die letzte Gelegenheit, auf sich aufmerksam zu machen.