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Finger-"Stich" in Spieler-Po: Eklat bei Sevilla-Spiel

Sevilla-Profi Lucas Ocampos (CRISTINA QUICLER)
Sevilla-Profi Lucas Ocampos (CRISTINA QUICLER)

Der Fan "sticht" zweimal zu, dann tut er, als wäre nichts gewesen: Das Verhalten eines jugendlichen Anhängers beim Duell zwischen Rayo Vallecano und dem FC Sevilla (1:2) hat in Spaniens La Liga für Empörung gesorgt.

Als der argentinische Nationalspieler Lucas Ocampos nach einer guten halben Stunde Spielzeit einen Einwurf ausführen wollte, stupste besagter Fan ihm zweimal in den Po. Während sich der Anhänger auf seinem Sitz direkt hinter der Seitenlinie schmunzelnd weg drehte, wurde er von Ocampos zur Rede gestellt. Vallecano-Kapitän Isi Palazon eilte hinzu und nahm sich den "Sünder" ebenfalls zur Brust, während er ihm väterlich die Wange tätschelte.

Spanische Medien berichteten empört über die "inakzeptable Provokation" (Gol). "Das war noch nie da", schrieb das Sportblatt Marca. Sevilla prangerte die "obszöne und völlig unangemessene Geste" in einer offiziellen Stellungnahme an die Liga an und lobte zugleich die besonnene Reaktion seines Profis.

"Es gibt immer einen Dummkopf, nicht alle Fans sind so", sagte Ocampos, stellte aber die Frage, wie groß der Aufschrei gewesen wäre, wenn einer Spielerin Vergleichbares passiert wäre. Zurückgehalten habe er sich, "weil ich zwei Töchter habe", meinte er.

Sevilla-Coach Quique Flores wurde deutlicher. "Man muss sich fragen, was in den Köpfen der Menschen vorgeht, ob jung oder alt. Ich mache mir große Sorgen (...). Wir haben uns den Fußball immer als etwas Wildes, aber Wundervolles vorgestellt. Wir hoffen, dass so etwas nicht noch einmal passiert."